MGV "Liederkranz" Neu-Listernohl

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Herzlich Willkommen beim Männergesangverein „Liederkranz“ Neu-Listernohl e.V.

Wir möchten Ihnen mit diesen Seiten einiges an Informationen über unseren Chor und unsere Aktivitäten geben und wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Stöbern.

Falls Sie mit uns singen möchten:
Wir proben jede Woche am Mittwoch von 18.15—19.45 Uhr im
Cafè "Moses"
Augustinusplatz
57439 Attendorn—Neu-Listernohl


 

Letzte Aktualisierung: 29.10.2019

Nachruf - Kurt Stahl

15.10.2019
Im Alter von fast 87 Jahren verstarb Ende September unser Ehrenmitglied Kurt Stahl. Für den MGV Liederkranz war es eine Selbstverständlichkeit, die Eucharistiefeier vor dem Begräbnis mitzugestalten, handelte es sich doch bei Kurt um eine Persönlichkeit, die unseren Gesangverein prägte und ihm Geltung verschaffte. 16 Jahre lang, u. zw. von 1959 bis zum Jahr 1975 war Kurt erster Vorsitzender, in den Jahreshauptversammlungen jeweils ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung (seiner eigenen!) wiedergewählt. Es war das goldene Zeitalter des MGV mit nahezu 70 Sängern, von auswärtigen und heimischen Vereinen anerkannt und gefürchtet, bei zahlreichen Wettstreiten, die bestritten wurden, unzählige 1. Preise ersungen, eine anerkennenswerte Leistung, die Kurt, seinen  Vorstandsmitgliedern und natürlich dem unvergessenen Dirigenten Lorenz Koch zu verdanken war. Nach den gelungenen auswärtigen Auftritten wurde der Chor bei der Rückkehr am Abend jeweils begeistert von vielen Dorfbewohnern an der Treppe zum Augustinusplatz in Empfang genommen, wo eine Runde Bier von Mertens Hans nicht lange auf sich warten ließ; Erinnerungen, die heute im Dorf leider in Vergessenheit geraten sind.
Nachdem Kurt sein Amt aus persönlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte, Familie, Beruf, sein Einsatz als Kirchenvorstand ließen ihm keine andere Wahl, blieb er dem Chor bis ins hohe Alter als 1. Tenor treu, fehlte bei kaum einer Probe und war Vorbild für viele andere Sänger. Sein großartiger Einsatz für das Dorf und für die Menschen hier in Neu-Listernohl kann von vielen Zeitgenossen sehr genau beschrieben werden. In einem Bereich verzahnte sich seine Hilfsbereitschaft mit den Anliegen des MGV. Als Stadtabgeordneter über viele Jahre stand er den Listernohlern immer hilfreich zur Seite. Viele Sänger wie auch etliche Dorfbewohner wandten sich an Kurt, wenn es Schwierigkeiten mit der Behörde in Attendorn gab. Er hörte sich an, wo es Probleme gab, sagte seine Hilfe zu und setzte sich vehement und verlässlich sein: für ihn galt das versprochene Wort, was in der Politik nicht immer ganz üblich ist. Dies wird auch deutlich von der Stadt Attendorn in ihrem Nachruf belegt.
Vieles ließe sich noch erwähnen – über seinen Führungsstil im Verein, kompetent, straff und zielführend, über seinen Einsatz selbst im Karneval als humorvoller Conferencier in den Prunksitzungen, über sein Engagement in der Pfarrgemeinde und, und, und. Erst im hohen Alter legte er nach und nach die Bürden seines Engagements im Dorf und in den Vereinen ab und wurde Privatier und Gartenfreund, sehr zur Freude von Waltraud, seiner geliebten Gattin, den Kindern und Enkeln.
Carpe diem! Nutze den Tag, wie schon die alten Römer zu sagen pflegten, war sicherlich das Lebensmotto von Kurt Stahl. Alle die ihn kennen, werden dies auch bezeugen können.
Nun ist er von uns gegangen, still, ohne Schmerzen, aber in unserer Erinnerung wird er einen festen Platz einnehmen als familiärer, gläubiger, zuverlässiger und engagierter Mensch und Sänger, der in der Familie, in unserem Dorf Neu-Listernohl und auch im MGV Liederkranz eine große, kaum zu schließende Lücke hinterlässt.
Er möge ruhen in Frieden!

 

Goldene Hochzeit von Inge und Harald
10.08.2019 Am 10. August konnten die Beiden auf einen fünfzigjährigen gemeinsamen Lebensweg zurückblicken.  Sangesbruder Harald hatte frühzeitig angefragt, ob der Chor  trotz terminlicher Schwierigkeiten (Schützenfest bzw. auch Urlaubszeit!) das geplante feierliche Hochamt in der Pfarrkirche in Eckenhagen mitgestalten könne. Bereits die frühe Anfrage bei seinen Mitsängern machte seine Wertschätzung deutlich – es war für alle, die dabei sein konnten, eine Selbstverständlichkeit,  mit ihrem Einsatz ein kleines Dankeschön für Haralds treue Dienste im MGV (schließlich legte er vom Heimatort Hespert nach Neu-Listernohl zur Probe hin und natürlich zurück jeweils ca. 60 km zurück!) zu bringen. Gegen 10.00 Uhr fanden sich also die Männer des MGV, angetan mit weißen Hemden und dunklen Hosen, in der Kirche in Eckenhagen ein, um sich mit Chorleiter Michael ein wenig einzusingen. Rein zufällig kam auch ein Kleinbus mit 8 Sängern aus Langenei und Kickenbach des Weges, die sich spontan bereit erklärten, den Gottesdienst mitzugestalten. Auf der Kirchenorgel, die auch in jedes Museum gepasst hätte, lockte nun Michael die für die Begleitung von „Lobt den Herrn der Welt“ und der Uraufführung von „Großer Gott, wir loben dich“ die notwendigen Töne hervor; auch die übrigen Werke wurden kurz angestimmt, so dass wir uns sehr gut vorbereitet in dem folgenden Gottesdienst einbringen konnten. Letztlich waren wir nicht die musikalischen Alleinunterhalter – von einem E-Piano begleitet, sang Tochter Alexandra mit glockenklarer Stimme eine

Liebes- und Lobeshymne für ihre Eltern. Es war ein festliches Hochamt mit einem Geistlichen, der die richtigen Worte und Symbole für die gelebte Zweisamkeit des goldenen Pärchens fand. Von allen Gottesdienstbesuchern, den zahlreichen Mitgliedern der Familie, den Verwandten und der Nachbarschaft wurden im Anschluss daran die Beiträge von Alexandra wie auch die des Chores in höchsten Tönen gelobt; auch wir waren der Meinung, dass wir schon lange nicht mehr so ausgewogen, tonal sauber und dynamisch gesungen haben wie dort. Den grandiosen Abschluss bildeten dann die beiden Vorträge „Jubilate“ und Haralds Lieblingslied „Abendlich schon rauscht der Wald“ (nicht ganz passend zur Tageszeit!), die wir vor dem Altar und somit vor der Gemeinde präsentieren konnten.

Im Anschluss daran ging es auf dem schnellsten Weg zum etwa 5 km entfernt gelegenen Dörfchen Hepert. Auf dem schnellsten Weg? Nun, einige folgten einer ausgeschilderten Umgehungsstrecke durch das gesamte Bergische Land, während die meisten doch den kürzesten Weg nach Hespert fanden. Dort vor der Festgaststätte „Ballebäuschen“ wurden alle Gäste zum Sektempfang eingeladen. Das Wetter spielte mit und alle ließen es sich gut gehen. Ein paar nette Worte an das Goldpaar vom ersten Vorsitzenden des MGV garnierten den Rahmen, waren aber nicht so wirkungsvoll wie die Runden vom schäumenden Gerstensaft, die den durstigen Kehlen kreiert wurden, dazu auch kleine Häppchen als Magenfüller! Alles ging danach seinen Gang: die Festgäste wurden zum Mittagsmahl ins Haus gebeten, und die Sänger fuhren wieder nach Hause mit dem schönen Gefühl, einen kleinen Gelingensbeitrag zum Fest von Inge und Harald geleistet zu haben.

Nachruf auf Frau Mechthild Lütticke,

es ist kaum mehr als ein Jahr her, dass Frau Lütticke, Mutter unseres Sangesbruders und Vereinswirts Peter Lütticke, ihren neunzigsten Geburtstag im Kreise ihrer Lieben feiern konnte. Es war ein wunderbares Fest - die Jubilarin zu erleben mit all ihren Lieben und Freunden, lebhaft und fröhlich, den Tag genießend. Auch der MGV konnte durch sein Ständchen zum Gelingen der Feier sicherlich beitragen. Nun, alles hat seine Zeit, eine Zeit der Freude, aber auch eine Zeit der Trauer. Und so hieß es, am 22. Mai Abschied zu nehmen von eine Frau und Mutter, deren ganzes Bestreben auf die Familie und auf das Unternehmen Cafe Moses´ ausgerichtet war. Es ist tröstlich zu wissen, dass es ein Abschied ohne Schmerzen war und dass ihr Sohn Peter bis zu ihrem letzten Atemzug bei ihr sein konnte. Dies ist nicht allen Sterbenden so vergönnt. Für den MGV war es keine Frage, das Requiem in der St. Augustinus-Pfarrkirche mit zu gestalten. Mit unseren feierlichen Liedern gelang es, die Traurigkeit und Bedrücktheit der Totenmesse ein wenig aufzuhellen und Tröstliches zu vermitteln. Dafür dankte uns Peter ganz persönlich.
Wir, die Sänger vom MGV Liederkranz werden sie so in Erinnerung behalten, wie wir sie erlebt haben: freundlich, entgegen kommend, einfach lieb! Auf ihrem Ehrenplatz im Cafe sehen wir sie nach wie vor sitzend, mit ihrem „Stammtisch" plaudernd und mit hellen und wachen Augen in die Welt schauend.
Sie ruht in Gottes Frieden!

Geburtstagskind Stefan
12.01.2019
Einen Tag nach unserer Jahreshauptversammlung feierte unser Sangesbruder Stefan seinen achtzigsten Geburtstag im Cafe Moses. Auch wenn manche Stimme von der gestrigen Veranstaltung noch lädiert war, ließ es sich der MGV Liederkranz nicht nehmen, dem Jubilar ein Ständchen zu singen, denn dieser Sänger hatte es nun wahrlich verdient. Seit 60 Jahren im Verein, mehr als dreißig Mal „Weißer Rabe", davon zwanzigmal in ununterbrochener Reihenfolge, wer kann schon solche Rekorde aufweisen? Doch auch ein zweiter Grund führte uns her. Auf der Jahreshauptversammlung, bei der Stefan leider verhindert war, wurde er einstimmig zum Ehrenmitglied des MGV Liederkranz ernannt – eine Auszeichnung für seinen nimmermüden und nachahmenswerten Einsatz für seinen Chor. Gespannt hörten alle Gäste zu, was der MGV gesanglich zu bieten hatte, aber auch auf die Laudatio durch den ersten Vorsitzenden, der die wesentlichen Stationen auf dem Lebensweg des Jubilars aufzeichnete. Als die Rede auf das plötzliche Versagen der wunderschönen Tenorstimme bei Stefan vor mehr als einem Jahr kam, verschlug es ihm erneut die Sprache. Zu sehr musste er mit dem Schicksal hadern, das ihm ein weiteres Aktivsein im Chor versagte. Zum Abschluss fand Stefan dennoch Worte des Dankes an „seinen" Verein, dem er auch als förderndes Mitglied weiterhin die Treue halten wird. Zu guter Letzt begleitet er die Sänger an die Theke und trank ein Bierchen mit ihnen, nicht ohne zuvor dem Kassierer einen versiegelten Umschlag überreicht zu haben. Das Programm für das Geburtstagskind wurde danach von Andreas, seinem Enkelsohn, gestaltet, der auf der Geige mit seiner Pianistin dem Opa zauberhafte Musik darbot. Über die weiteren Ereignisse kann nicht mehr berichtet werden, da die Sänger artiger weise nach 2 Bierchen das Cafe verließen, damit die Geburtstagsfeier im familiären Kreis weiter gehen konnte.

Jahreshauptversammlung des MGV Liederkranz Neu-Listernohl

11.01.2019
Wie nicht anders zu erwarten, verlief die Jahreshauptversammlung des MGV Liederkranz Neu-Listernohl in einer harmonischen und aufgelockerten Atmosphäre. Der Vorsitzende Karlheinz Kiese nahm sich dabei die Zeit, in einer Rückblende auf die vergangenen zehn Jahre seiner Vorstandstätigkeit an die zahlreichen Höhepunkte des Chores u.a. an das 120jährige Vereinsjubiläum, an die zahlreiche Konzerte und Freundschaftssingen, an die Ausflüge gemeinsam mit den Partnerinnen sowie an die viele Ständchen im Dorf anlässlich runder Geburtstage oder Goldhochzeiten zu erinnern, machte aber auch deutlich, dass der Chor in dieser Zeit auch etliche Aktive durch Tod oder Wegzug zu beklagen hatte. Ein Lichtblick hierbei. Es konnten zwei neue „Jung"-Sänger aufgenommen werden, bei denen mit Sicherheit Stimme und Einsatzfreude auf den Liederkranz zugeschnitten sind. Ansonsten bestimmten die Wahlen das Geschehnis, wobei die Wiederwahlen von K. Kiese zum ersten Vorsitzenden, Walter Marcus zum 1. Schriftführer, Karl-Josef Steinhoff zum 2. Kassierer und Daniel Kiese zum Beisitzer deutlich machten, dass die Vereinsmitglieder entweder mit der Vereinsführung zufrieden waren, oder aber niemand anders sich für diese Tätigkeit aufdrängen wollte. Konnten im vergangenen Jahr insgesamt noch sechs Jubilare für 50 oder 60 Jahre Sängertätigkeit geehrt werden, stand diesmal lediglich Daniel Kiese zur Ehrung für 25 Jahre im Liederkranz an. Ein weiterer Höhepunkt wurde auf den Schluss der Versammlung gelegt. Stefan Hundt, ein Sänger, der bereits seit weit über 60 Jahren dem Verein die Treue hält, dabei den Rekord als „Weißer Rabe" (er fehlte mehr als dreißigmal, davon ununterbrochen 20 Jahre bei keiner Probe!) im Verein hält, wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Nach gut zweieinhalb Stunden konnte die Sitzung beendet werden und es ging nahtlos in den gemütlichen Teil des Abends mit einer kräftigen, vom Vereinswirt Moses liebevoll zubereiteten Mahlzeit und einem kühlen Nass weiter bis?

Nikolausabend im Chor
19.12.2018 Wie wir alle wissen, ist der heilige Nikolaus ein vielgereister und vielbeschäftigter Mann; zuweilen auch unpünktlich, da er beim MGV Liederkranz erst zur letzten Probe kurz vor dem Weihnachtsfest eintraf. Natürlich hatte er auch eine Begründung dafür. Er musste einen kleinen Umweg über das verschlafene Dorf Langenei machen, um die dortigen Sänger zu besuchen und mit himmlischen Wohltaten zu überhäufen. Allerdings hatte er dort zwei Sängern die Wacht angesagt: Berni und Ulli sollten nicht immer so viel Blödsinn machen und sich vor allem trinkmäßig ein wenig zurück halten. Nun, solche schlimmen Dinge brauchte der heilige Mann mit Knecht Ruprecht im Gefolge in Neu-Listernohl nicht zu verkünden. Nachdem sich beide eine gefühlte Stunde auf der Kellertreppe beim Moses schwitzend auf ihren Auftritt vorbereitet hatten (Chorleiter Michael schwärmte in der Zeit von der geplanten Romreise!), erschienen sie dann zur Überraschung der Sänger vom Liederkranz auf der Bildfläche.
In geschickt vorgetragenen Versen (Reim dich – oder ich fress dich!) ließen sie das Probe- und Auftrittsjahr des MGV passieren, lobten den Einsatz und die Kompetenz unseres Chorleiters Michael und gingen dann auf die einzelnen Stimmen ein:  1. Tenor wie immer vollzählig und bei guter Stimme; 2. Tenor gut besetzt und mit einem Hang zur außergewöhnlichen Chorkleidung ausgestattet; 1. Bass klanglich wohltuend und professionell; 2. Bass sowieso!
Kein Wort der Klage kam über die Zunge des Heiligen, außer dass es ihm zu warm war unter dem Bart und dass er einen entsetzlichen Durst habe. Nun, dem konnte abgeholfen werden.

Nach dem Verteilen der Stutenkerle an alle Aktiven, war Moses an der Reihe, die durstigen Kehlen aller, auch unserer beiden Gäste Berni und Ulli, zu tränken.
Viele Sänger nahmen sich die Zeit, noch ein wenig in gemütlicher Runde zu verweilen, von alten Zeiten zu schwärmen (wovon auch sonst?) und vertraute Lieder anzustimmen, die allerdings nicht alle in die kalte Jahreszeit passten. Macht nix! Es war ein gemütlicher Jahresausklang (bis auf das Singen in der Christnacht am Heiligen Abend) und wird in guter Erinnerung bleiben.
Ein herzliches Dankeschön an den Heiligen Nikolaus und an seinen getreuen Knecht, der seine Rute wahrlich zu Hause lassen konnte.


70. Geburtstag von Meinolf Wigger

02.12.2018 Lieber Meinolf. liebe Therese, Hallo Daniela, Nicole, Olaf, Jürgen und Klein-Mila, werte Familienangehörige, verehrte Festgäste, und – nicht zu vergessen – liebe Jagdgesellschaft, gleichzeitig Träger des Ordens zur Verbreitung des fast vergessenen Jägerlateins! Der MGV Liederkranz freut sich, dass er dem seit langer Zeit schon fördernden Mitglied Meinolf ei. Ständchen bringen darf. Wir wären natürlich froh, wenn er uns nicht nur passiv, sondern auch als aktives Mitglied unterstützen würde; nicht so sehr wegen der Stimme: Brümmer haben wir selber genug! Mehr wegen seines jugendlichen und charmanten Aussehens; zudem würde er mit seinen 70 Jahren unser Durchschnittsalter um ca. ein Jahr senken können.

Nun, wenn jemand 70  wird, hat er auch eine Menge zu erzählen. Groß geworden direkt an der Lister auf dem elterlichen Hof, Schule, danach die Lehre als KFZ-Mechaniker bei der Fa. Bettig, der er fast 50 Jahre bis zum Eintritt in das Rentenalter die Treue gehalten hat

– wo gibt’s das heute noch? – Übrigens, da die Firma Bettig so gar nicht auf ihn verzichten konnte, hat sie kurz nach seinem Ausscheiden selbst die Pforten dicht gemacht.

Einschneidende Ereignisse in seiner Agenda sind schnell ausgemacht. Zunächst in jungen Jahren der Erwerb des Jagdscheins, sein wichtigstes Dokument;  danach die Brautschau. Es soll kurz beschrieben werden, wie er an seine Holde, sprich Therese, eine junge und hübsche Verwaltungsangestellte aus Essinghausen, geraten ist. Therese, immer fleißig und hilfsbereit, wie wir sie alle kennen, half zuweilen als Bedienung im Krähenhof aus. Dort trieben  sich auch die Listernohler Junggesellentruppe u. a. Bast Georg und natürlich auch Meinolf herum. Dieser Georg drängte sich jeweils auf, Therese nach getaner Arbeit nach Hause zu fahren. Das junge Mädchen, damals schon gewitzt, erkannte rasch, dass dieser Bursche doch wohl jeweils zu viel getrunken hatte, machte ihm dies auch sehr deutlich und wandte sich viel mehr an den fast nüchternen Meinolf, der sie auch heil und sicher, wahrscheinlich auch ungeküsst, nach Essinghausen transferierte. Nun aus dem häufigen Hin und Her entwickelte sich rasch eine Friggerei, wie es bei jungen Leuten so üblich ist. Die Eltern von Therese allerdings sehr besorgt. Wem is er? Wo is er weg? Wie von der Sperre? Das ist bestimmt ein Lutherscher. War Meinolf aber nicht, sondern erzkatholisch. So kam es alsbald in Essinghausen zum Schnacken und zum Erwerb des Jagdscheins für Meinolf, auch wenn Therese früher immer behauptet hat: Alles, nur kein Bauer! Sie hätte damals schon in der Sendung „Bauer sucht Frau" mitmachen können! Aus Spaß wurde also Ernst: 1972 in der Pfarrkirche in Neu-Listernohl geheiratet; Pastor Müller, den meisten wohl noch bekannt, war der Zelebrant und überreichte den Beiden das Buch „Zwei  in Eins gegeben", was sie bis heute noch nicht gelesen haben. Nun, es stellte sich auch rasch Nachwuchs ein; Daniela 1973, die bereits während der Geburt  schon druckreife Sätze von sich gab, danach auch Olaf, heute mit Nicole und der kleinen Mila hier zugegen. Dir Olaf soll ich schöne Grüße von deiner ehemaligen Tanzpartnerin in der Tanzschule, Barbara Höffer, bestellen. Gerne wäre sie mit dir in den Fortgeschrittenen-Kurs gegangen, aber du wolltest lieber den Treckerführerschein machen. Doch zum Trost sei dir gesagt: Barbara hat auch einen anderen Mann allerdings ohne Treckerführerschein liebgewonnen, ein ebenfalls prächtiger Kerl – unsern Daniel!

Nun zu einem einschneidenden Ereignis im Leben der jungen Familie: 1977 brannte der Wiggershof komplett ab. Lediglich ein paar Habseligkeiten und alle Tiere konnten gerettet werden. Ich möchte niemandem wünschen, dass ihm so etwas passiert, zu sehen, wie die Lebensgrundlage zerstört wird und zu Asche zerfällt, nur weil ein junger Feuerwehrmann auch mal als Erster am Tatort sein möchte. Das Kind Daniela musste sich bei diesem Anblick übergeben, wurde aber vom Vater getröstet: Wir sind ja noch alle zusammen. Drei Jahre lang musste Familie Wigger bei einem Nachbarn in 2 Zimmern ohne Bad hausen: die Tiere waren überall verteilt, die Futtermittel im ganzen Ebbe gelagert. Endlich der Einzug ins neue schmucke Domizil. Daniela sprang als Erste ins Badezimmer mit den Worten: Hier bleibe ich erst mal für eine Stunde. Übrigens hatte die Tochter schon als Kind im Kindergarten eine klare Vorstellung von ihrem Vater. Sie malte ihn als Strichmännchen in einem Blaumann. Auf die erstaunte Frage der Erzieherin, warum denn so, war die entschiedene Antwort: So sieht der immer aus!

Eine kurze Charakterstudie des Jubilars sieht folgendermaßen aus: solider, bescheidener Typ, niemals im Mittelpunkt stehen wollend. Sein Papa hatte ihm zwar angeboten, wenn er Karnevalsprinz oder Schützenkönig werden wolle, würde er ihm das Fest bezahlen; aber bescheiden wie immer lehnte Meinolf ab. Urlaub brauchte er auch keinen. Im zarten Alter von 36 ging es zum ersten Mal los und zwar in die Schweiz! Dennoch frönte er zwei Leidenschaften: in jungen Jahren das Tanzen; zweimal war er Tanzkönig, einmal mit der Tochter von Mertens Hans, zum anderen mit Monika, heute Frau Höffken. Sein 2. und größtes Hobby ist und bleibt die Jägerei. Jeden Sonntagmorgen im Ebbe, wenn nicht gerade auf Gänsejagd an die Elbe, da ist das wahre Leben. Wahlspruch: Trinken nur, wenn die Tannen grün sind! Folgende Story von ihm wird erzählt: Therese wünschte sich mal wíeder einen Hasenbraten. Meinolf hielt den ganzen Tag Ausschau, aber kein Hase zu sehen. Um seine Holde nicht zu enttäuschen, kaufte er im Fachhandel 2 Hasen, die allerdings schon abgezogen waren. Therese, bei diesem Anblick erstaunt, fragte, was das denn sei. Meinolf: Nun, ich habe die beiden beim Rammeln erwischt und ihnen keine Zeit gelassen, sich wieder anzuziehen. Soviel zum vielgelobten Jägerlatein.

Nun, der MGV wünscht dir und der ganzen Festgesellschaft noch einige vergnügliche Stunden hier im Cafe Moses  alles Gute, dazu noch viele Jahre im Kreise deiner Lieben und natürlich Waidmanns Heil!


Ein großartiges Konzert,

01.12.2018
da waren sich Fachleute und Laien einig, das sie in der Pfarrkirche  in Heggen erleben konnten. Wann bekommt man einen so großen Männerchor, der sich aus.Sängern aus Heggen, aus Langenei-Kickenbach sowie aus Neu-Listernohl zusammensetzte, noch zu hören? Ohne deren Leistung schmälern zu wollen, kann jedoch übereinstimmend vermerkt werden, dass der Mädchenchor „Cancioneta Praga“ dem Konzert die musikalische Krone aufsetzen konnte. Doch der Reihe nach:

Während der Männerchor unter der bewährten Leitung von Musikdirektor Michael Rinscheid den ersten Teil mit Henry Purvell´s „Trumpet Voluntary“ eröffnete, dem etliche neu einstudierte romantische Chorwerke bis hin zum „Handwerkers Abendgebet“

folgten, überraschte der Chor aus Prag mit seinen ca. 20 Mädchen- und 4 Burschenstimmen mit klassischer Musik und mit Volksliedern aus aller Welt. Dabei gelang es dem jungen und „flippigen“ Dirigenten Lukas Jindrich, auch die Zuhörerschaft mit einzubeziehen und sie zum Mitsingen, beispielsweise beim „Michael, Row a Boat Ashore“  (das  „Halleluja!“) oder den Refrain von „Rosamunde“, zu animieren. Es war schon ein tolles Bild, wie sich der gesamte Chor rhythmisch zur Musik bewegte, eine Performance, die uns Männerchören fremd ist und auch gar nicht erst versucht werden sollte. Eindrucksvoll auch der Vortrag „Jerusalem, dir will ich singen!“, der haargenau in das Attendorner Projekt „Shalom 2018“ passte.

Den 2. Teil füllten dann beide Chöre mit weihnachtlichen Klängen: der MGV überzeugte vor allem mit dem rasant vorgetragenen „Trommellied“ und mit dem immer wieder gern gehörten Klassiker „Winternächtges Schweigen“. Der Prager Chor wiederum hatte Anleihen in aller Welt gemacht und nachgewiesen, dass nicht nur die Deutschen wunderbare Weihnachtslieder kennen, sondern auch die Völker aus nah und fern. Es war aber ein erstaunliches  Entgegenkommen der Prager, die bekannten deutschen Weisen „Zu Betlehem geboren“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und die „Stille Nacht“ auf deutsch vorzutragen (So was auf tschechisch zu singen, würde uns Männern sehr, sehr schwer fallen!).  Mit den gemeinsamen Liedern „Neigen sich die Stunden“ und „O du fröhliche“ ging ein wunderschöner und stimmungsvoller Abend in der Heggener Pfarrkirche mit ihrer tollen Akustik zu Ende – ein nicht enden wollender Applaus der begeisterten Zuhörer begleitete aller Sängerinnen und Sänger hinunter vom Altarraum. Fazit: Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas versäumt.

Wenn nun jemand denkt, dass jetzt alle den Weg nach Hause fanden, der irrt sich gewaltig. Nach dem Treffen ging es für die meisten Akteure zum „Schriener“, dem Vereinslokal des Sängerbunds Heggen, wo sich alle an kalten Getränken und an kleinen Leckerbissen erfreuen konnten. An dieser Stelle sei den Männern und dem Vorstand der Heggener noch einmal für ihre Gastfreundschaft gedankt.
Kleine Anmerkungen: ein 2. Tenorhatte sich für eine interessante Chorkleidung entschieden; ein 1. Bass tourte durch Heggen und Ennest, ohne den Austragungsort des Konzerts zu finden! Schade!


Nachruf Heinz Erich Brösecke

18.09.2018 Im August verstarb unser Vereinsmitglied Heinz Erich (Brösecke) im Alter von 83 Jahren, plötzlich und unerwartet, wie es so häufig heißt, aber ganz in dessen Sinne, so wie er es sich immer gewünscht hat. Heinz-Erich, langjähriges Mitglied im Sängerbund Heggen, im MGV Langenei-Kickenbach und auch seit einigen Jahren in unserem Liederkranz, zählte mit seinem wohlklingenden 2. Bass, aber auch mit seiner Zuverlässigkeit zu den Stützen aller Vereine, bis er vor kurzem aufgrund seiner zunehmenden Schwerhörigkeit seinem geliebten Hobby nicht mehr nachgehen konnte. Für alle 3 Vereine war es eine Selbstverständlichkeit, an der Trauerfeier und dem anschließenden Begräbnis im Bergischen Land (Nümbrecht-Winterborn) teilzunehmen. Ca. 50 Sänger fuhren gegen Mittag mit einem Bus zum Friedhof und wohnten zunächst der Trauerfeier von Heinz-Erich bei, die auch mit entsprechendem Chorgesang untermalt wurde. Ein Neffe vom Verstorbenen  trug in einer ausführlichen Rede etliche Erlebnisse mit seinem Onkel zusammen, die wohl auch den meisten Angehörigen so noch nicht bekannt waren.. Weil der zelebrierende Pastor wohl noch einen weiteren Termin vor sich hatte, wurde der Neffe gebeten, sich den Schluss seiner Ansprache für das anschließende Kaffeetrinken vorzubehalten. Dies war auch gut so, denn die Sänger warteten stehend in sengender Hitze in einem Nebentrakt der Trauerkapelle. Auch der Pastor hielt noch seine Ansprache und erläuterte der Trauergemeinschaft das Verhältnis vom Propheten Jeremias zu seinem Gott.
Am Grab konnten die Sänger dann unter dem Dirigat von Michael  musikalisch Abschied von Heinz-Erich nehmen. In der von allen geteilten Meinung, sich würdig von ihrem Sangesfreund verabschiedet und auch der Familie eine ehrliche Anteinahme erbracht zu haben, wurde dann die Heimfahrt angetreten.


Goldene Hochzeit unseres Sangesbruders Josef Rinscheid


08.08.2018 Schon vor längerer Zeit hatte Josef seinen MGV Liederkranz angefragt und gebeten, anlässlich seiner Goldenen Hochzeit zu singen. Die Schwierigkeit bestand jedoch darin, dass diese Feier mitten in der Ferien- und Urlaubszeit liegt und etliche Sänger deswegen verhindert waren. Zum Glück für uns und für das Jubelpaar Gerda und Josef konnten wir uns durch 7 Topsänger aus Langenei und Kickenbach verstärken, so dass wir ohne uns zu blamieren, den Gottesdienst gestalten und zum anschließenden Ständchen unsere musikalische Visitenkarte unter dem Dirigat unseres Chorleiters Michael Rinscheid abliefern konnten. In der Brautmesse, vom Pastor Thomas lebendig und humorvoll celebriert, konnten wie erstmals das kürzlich eingeprobte "Jubilate" anstimmen, während die Lieder zum Ständchen unserem allgemeinen Repertoire entnommen wurden. In einer kurzen Laudatio beleuchtete der 1. Vorsitzende die wichtigsten Stationen  des Lebenswegs von beiden und wünschte ihnen für die weitere Zukunft alles Gute, vor allem Gottes Segen. Da Josef den Durst seiner Sangesbrüder halbwegs kannte, konnten sich alle Männer nach ihrem Abtreten am köstlichen Nass erlaben, während die übrige Gesellschaft nach den Grußworten des stellvertretenden Bürgermeisters in den Feiermodus geriet, der nach Augenzeugenberichten wohl bis 2.30 Uhr andauerte.
Viele Glück, ihr beiden auch weiterhin!

Zentrale Sängerehrung in Attendorn
11.03.2018
Bei der zentralen Sängerehrung am  11.03.  In der Aula des Riviusgymnasiums war der MGV Liederkranz mal wieder gut vertreten. 3 Jubilare (Walter, Josef und Schelle) konnten für 60 Jahre Treue zum Verein geehrt werden; 3 weitere (Ludger, Hubert, Günter) für 50 Jahre. Auf dem Foto von unseren Jubilaren fehlt leider Hubert; er hatte nicht mitbekommen, dass ein besonderer Fototermin in der Aula noch anstand und hatte sich bereits auf dem Heimweg begeben. Nun ja, bei seinem "Sechzigsten" werden wir ihn anbinden, damit das Foto komplettiert werden kann.

Nachruf Hubert Rinscheid
10.03.2018 Im  Alter von 83 Jahren verstarb  Hubert Rinscheid, unser ältester Sangesbruder. Hubert, seit über 6 Jahrzehnten ein treuer Sänger im Liederkranz und im Gemischten Chor hier im Ort, aber auch im MGV Langenei-Kickenbach, ein Vorzeigesänger, wie man ihn nur selten findet:
eine wunderbare tiefe Bassstimme, ein Sänger, der keine Probe ausließ, ein Sänger für andere stets ein Vorbild, ein Sänger, dem das Singen im Chor stets mehr als nur ein Hobby war. Die Liebe zur Musik und zu seinen Chören hielt ihn aufrecht, gerade dann, wenn das Schicksal vor allem im familiären Umfeld es nicht gerade gut mit ihm meinte. Zudem waren seine letzten Jahre von zahlreichen Krankheiten geprägt; immer, wenn er sich vom Krankenlager erheben konnte, zwang  ihn ein neuer Nackenschlag ins Bett zurück. Wann immer es jedoch sein körperlicher Zustand erlaubte,  kam er zur Probe und wurde dort freudig von seinen Mitsängern begrüßt – so auch vor 4 Wochen bei seinem letzten Probebesuch.
Sein Platz in der ersten Reihe wird nun leer bleiben. In Erinnerung an ihn und in großer Dankbarkeit, dass er den Chören über einen so langen Zeitraum seine Stimme lieh, gestalteten die Sänger vom Liederkranz und von Langenei-Kickenbach auch das Requiem in der Pfarrkirche St. Augustinus.
Ruhe in Frieden, lieber Hubert, aber – du fehlst uns!


Mechthild Lütticke wird 90!
22.02.2018 Für den MGV Liederkranz war es eine Selbstverständlichkeit, der Mutter unseres Vereinswirts Peter, genannt Moses, ein Ständchen zu ihrem neunzigsten Wiegenfest zu bringen. Eine große Gästeschar, nicht verwunderlich bei  den vielen Neffen und Nichten, deren Kinder, dazu viele Freunde, Bekannte und Nachbarn aus dem Dorf, kam bereits am Vormittag zusammen, um Frau Lütticke von Herzen zu gratulieren. In diesen Kreis mischten sich am späten Nachmittag auch die Sänger des MGV, erfreuten die Jubilarin mit traditionellem Liedgut und einer kleinen Laudatio durch den Vorsitzenden. Mit großer Rührung und Dankbarkeit nahm Frau Lütticke diese wohltuende Form der Gratulation entgegen, ebenso wie das Präsent, das in stillen Stunden Herz und Gemüt erfreuen wird.  Nicht unerwähnt bleiben soll, dass auch die Sänger mit kühlem Nass ausreichend versorgt wurden, wobei ein Sänger es sehr bedauerte, dass dieser Geburtstag in die Fastenzeit fiel. Armer Schelle!


Jahreshauptversammlung 2018

13.01.2018
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des MGV „Liederkranz" Neu-Listernohl konnte der 1. Vorsitzende Karlheinz Kiese im Vereinslokal Cafe Moses zahlreiche Sänger für ihr langjähriges aktives Mitwirken im Verein ehren. Insgesamt bringen es die 6 Jubilare auf immerhin 330 Jahre, in denen sie mit Freude und großem Engagement ihrem Hobby nachgehen. Seit 60 Jahren dabei sind Dieter Fricker, Josef Rinscheid und Walter Teipel, während Günter Rinscheid, Ludger Leymann  sowie Hubert Leowald auf 50 ereignisreiche Jahre im Verein zurückblicken können. Weitere Ehrungen standen für zwei „weiße Raben" an; Albert Rinscheid und Karl-Josef Steinhoff fehlten bei keiner Probe und wurden wie die zuvor Geehrten als leuchtendes Beispiel für den gesamten Verein dargestellt.

Vor den Ehrungen wurde die Tagesordnung abgehandelt. Der 1. Vorsitzende skizzierte in einem kurzen Rückblick die Höhepunkte des vergangenen Jahres, wozu sicherlich auch das Chorgruppenfest der Chorgruppe Bigge im Frühjahr 2017 zählte, das in musikalischer Hinsicht ein großer Erfolg war, gaben hier doch u. a.  insgesamt 11 Meisterchöre ihre musikalische Visitenkarte ab. Damit einher ging die Bitte, sich nicht auf diesen Lorbeeren auszuruhen, sondern sich auch im laufenden Jahr musikalisch aufs Beste zu präsentieren, wozu die gemeinsam beschlossenen zahlreichen Termine bei Freundschafts- und Jubiläumskonzerten auch Gelegenheit geben werden. Die anstehenden Wahlen verliefen frei nach Erich Maria Remarques bekanntem Roman „Im Westen nichts Neues". So wurden Peter Zeppenfeld als 2. Vorsitzender, Ludger Leymann als 1. Kassierer, Albert Rinscheid als 2. Schriftführer sowie Wolfgang Wickel und Daniel Kiese als Beisitzer ohne Gegenstimme wiedergewählt, während Christian Hesener ebenfalls einstimmig zum neuen Kassenprüfer ernannt wurde. Nach ca. zweieinhalb Stunden konnte die Versammlung, welche in gelöster und fröhlicher Atmosphäre statt  fand, beendet werden. Wer nun jedoch glaubt, dass alle brav nach Hause gingen, konnte eines  Besseren belehrt werden. Nach einem üppigen und kalorienreichen Mahl saßen die Sänger noch lange zusammen und musizierten bis tief in die Nacht hinein.


Unser Moses wird Fünfzig - eine Supersause für das ganze Dorf

03.12.2017 Lieber Sangesbruder Peter, sehr geehrte Gäste für den MGV Liederkranz Neu-Listernohl ist es eine Selbstverständlichkeit, dir zum heutigen Festtag ein Geburtstagsständchen zu bringen, verbindet uns doch mehr, als viele in unserem Dorf es sich vorstellen können. Als vor einigen Jahren unser altes Probelokal „Zum Biggedamm" seinen Betrieb einstellte, machte sich der MGV auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Alle angesprochenen Gastbetriebe im Ort winkten ab bis, ja bis auf Peter Lütticke, der uns in seinem Cafe willkommen hieß und uns am Donnerstagabend, wo er eigentlich schon Feierabend hätte,  seine Räume und seinen Flügel zur Verfügung stellte, und, das sollte noch angefügt werden, auch dem Gem. Chor N-L ein neues Domizil verschaffte. Doch zurück zu den Anfängen. Die Älteren unter uns Dorfbewohnern, aber auch viele der zahlreichen Stammgäste aus der näheren und weiteren Umgebung, aus Köln, aus dem Bergischen, aus dem Märkischen, aus dem Sieger- und Sauerland, die immer wieder gerne wegen der hervorragenden Torten und netter Mitbringsel, wegen der freundlichen Bedienung, wegen des wunderbaren Ambientes in den Caferäumen und bei schönem Wetter auch draußen auf dem Augustinusplatz zu ihrem Cafe kommen, wissen, wie es zu diesem kultigen Namen  Moses gekommen ist. Für alle übrigen eine kleine Nachhilfe.


Bereits im alten Listernohl betrieb das Ehepaar Heinrich und Agatha Lütticke ein Cafe. Als siebtes Kind (es handelt sich hier um eine sehr katholische Gegend), kam dann Sohn Josef zur Welt, der infolge Platzmangels in ein Binsenkörbchen gelegt wurde und möglicherweise am warmen Backofen sein Schlafplätzchen hatte. Den Kindern in der Nachbarschaft wurde erzählt, dass der Kleine in diesem Körbchen im Schilf an der der Lister gefunden worden sei. Analog zur Bibel wurde aus dem kleinen Josef der kleine Moses, der Markenname des späteren Cafes.
Auch dieser Bursche wuchs heran, übernahm Bäckerei und Cafe seines Vaters und heiratete seine Frau Mechtild. Viele Jahre wünschten sie sich einen Stammhalter und  - als sie im vorgerückten Alter kaum mehr darauf hoffen konnten, stellt er sich endlich ein, Peter, der kleine Sonnenschein. Für Vater und Sohn war es schon früh klar, dass Peter einmal den väterlichen Betrieb übernehmen würde. Strebsam in Schule und Lehre wurde Peter Konditormeister, später kam das Betriebswirtdiplom hinzu. Nach dem Tode des Vaters im Jahr 1996 übernahm Peter das Geschäft und ließ bereits ein Jahr später das Cafe nach seinen Vorstellungen umbauen. Auch nach der jetzigen Renovierung hat das Cafe seinen „alten" Charme erhalten können. Ein Verbesserungsvorschlag vielleicht von uns. Die Urinale auf dem Herrenklo sind ein wenig kurz geraten. Nicht alle Männer sind so üppig ausgestattet, so dass mancher Tropfen auch danebengeht. Soviel zum Konditor und stolzen, aber immer auch bescheidenen Cafebesitzer Moses, der seiner lieben Mutter Mechtild jeden Tag viel Zeit widmet, seit dem sie nicht mehr regelmäßig unten am Stammtisch gemeinsam mit den Dorfkritikern Orland und Ludwig vertreten ist.
Kommen wir zum Tausendsassa Moses, dem sein Dorf Neu-Listernohl unglaublich am Herzen liegt. Um in der Bäckersprache zu verbleiben: er ist die Hefe für das Dorf; es gärt und quillt nur so in seinem Kopf, wenn es um  Verbesserung und Weiterentwicklung von Neu-Listernohl geht. Er hat mit seinen Ideen, mit persönlichem Einsatz und auch mit großer finanzieller Unterstützung den Augustinusplatz aus seinem Dornröschenschlaft erweckt: 2 Holzhütten, die erst die Klönabende im Sommer und den Weihnachtsmarkt in der Adventszeit dekorativ gestalten konnten, dazu die Statue des Hl. Augustinus auf dem gleichnamigen Platz, die er aus dunklen Kirchenräumen an die Öffentlichkeit hervorholte; weitere Ideen, die in seinem Kopf nur so sprudeln – eine Weihnachtsbeleuchtung auf dem Augustinusplatz, eine E-Bikestation mit Aufladegerät, um den Radwanderern ein Auftanken zu ermöglichen und, und, und. Mit 50 Jahren voll im Saft, wie man hier so schön sagt, wird es ihm auch in Zukunft nicht an Ideen mangeln, sich für sein Listernohl einzusetzen. Letztes Markenzeichen – der Weihnachtsbaum auf dem Augustinusplatz, den er gemeinsam mit Ewald aufstellte, da sich der Schützenverein dafür nicht mehr zuständig fühlte und die Feuerwehr das Aufstellen wegen zu hohen Gefahrenpotentials ablehnte.
Lieber Peter, bleib so wie du bist. Gesundheit, Wohlergehen, geschäftlicher Erfolg und auch Gottes Segen mögen dich in den kommenden Dezenien begleiten. Dies wünschen dir alle deine Verwandten, deine treuen Stammgäste, die Listernohler Bevölkerung und vor allem dein MGV Liederkranz.
Epilog: Wenn dir zu deinem Glück noch eine taffe Frau fehlen sollte, mach dich mal schnell auf die Suche, sonst sind die Besten vergeben!

MGV Liederkranz zu Gast in Sondern
18.10.2017 Zum Freundschaftssingen im Rahmen des Chorfestes Olpe-Land am 18.Oktober in der Biggeseehalle in Sondern hatte der Gemischte Chor „Vocalitas" Thieringhausen auch den MGV Liederkranz eingeladen. Wie zuvor beschlossen fuhren wir in Privat-Pkw`s los, um pünktlich in Sondern zu erscheinen, wobei sich die ersten Schwierigkeiten für uns Ältere im Erreichen der Halle von den entfernter liegenden Parkplätzen über einen rutschigen Abstieg ergaben und hier bereits an den Wiederaufstieg (mit Alkohol!) nach der Veranstaltung mit Sorgen gedacht wurde. Trotzdem erreichten alle Männer vollzählig und ohne Unfall die Halle, deckten sich dort mit ausreichend Wertmarken ein und lauschten andächtig dem uns nicht ganz unbekannten Eröffnungschor „Haboft im Kreise der Lieben" sowie der kurzen, aber prägnanten Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende Carola Feldmann.  Bereits an 4. Stelle war unser Auftritt geplant. Romantiker Michael, unser Chorleiter, führte zu Beginn in die Werke ein und dirigierte danach wie gewohnt souverän und einfühlsam unsere beiden Beiträge: die „Mondnacht" vom Gespann August Pannen und Josef von Eichendorff sowie den „Abendfrieden am Rhein" (Mathieu Neumann, Max Bewer). Das sachkundige Publikum, das im Übrigen während der gesamten Liedvorträge, die zum Teil wirklich großartig waren (hier ist vor allem „Belcanto" zu nennen), sehr diszipliniert war, spendete unserem Liederkranz reichlich Beifall, der sich allerdings, gemessen an anderen Chören, die sich mit Gitarre, Akkordeon oder Kongas verstärkt hatten, etwas spärlicher anhörte. Ungeachtet dessen war es für alle Teilnehmer und Gäste  ein wunderschöner Nachmittag und Abend in einer festlich geschmückten Halle und mit einer wohlorganisierten Truppe von Kellnern, Zapfern, Kassierern und Küchenfeen. Herzlichen Dank an die Verantwortlichen des gastgebenden Chores „Vocalitas"!

Ständchen für unser Geburtstagskind Hubert Leowald
05.08.2017 Vor achtzig Jahren wurde in dem reizvollen Dörfchen Bremge, einem kleinen Vorort von Bürberg, wo es insgesamt von Leowalds und Rinscheids nur so wimmelte, ein kleiner, blond gelockter Bursche geboren, und das war unser Hubert. Ob er bereits bei der Geburt den Spitznamen „Silberpfeil“ bekommen hat oder später, entzieht sich unserer Kenntnis. Nun ein paar persönliche  Worte an den Jubilar: nach unserer Einschätzung ist unser Geburtstagskind von drei Leidenschaften befallen, auch wenn man es ihm rein äußerlich nicht anmerken kann. Die erste Leidenschaft betrifft seine Familie, die er in all den Jahren des Zusammenseins hegte und pflegte wie seinen Augapfel, Klärchen, seine Ehefrau und seine drei Töchter. Vor allem Klärchen hatte es ihm angetan. Wann immer sich die Gelegenheit ergab, schwärmte er von seiner Gattin, und in den letzten Jahren ihrer Gemeinschaft war er nur noch für sie da, begleitete sie fürsorglich in den schweren Zeiten ihrer Erkrankung, so wie er es bei der Eheschließung „in guten wie in schlechten Tagen“ in der Kirche gelobt hatte.  Hilfestellung erhielt er hier von seinen Töchtern, wie es ihnen, die ja nicht gerade in der Nachbarschaft wohnen, möglich war. Ja, das Klärchen fehlt ihm, was alle Sangesbrüder auch wissen.
Kommen wir auf seine zweite Leidenschaft zu sprechen. Fast 50 Jahre lang hat er bei den Fußballern die Spiele geleitet; nicht nur hier, sondern auch im Ausland bei den Märkern, bei den Siegenern und auch bei den Wittschies. Nach seiner persönlichen Einschätzung war er immer unparteiisch, hat nie ein Spiel verpfiffen und ist auch nie von aufgebrachten Zuschauern, von denen es ja im Wendschen nur so wimmelt, angegangen worden.

Den einzigen Spieler, der ihm nach einem Spiel mal ans Hemd gehen wollte, hat er mit einer „mutigen“ Handbewegung (Mittelfinger!) zum Rücktritt bewogen. Anerkannt vom Verein, dem SC Listernohl, wurde seine Leistung nach seiner Einschätzung nie so richtig. Ganze 3 Paar Schuhe hat er von seinem Verein als Belobigung erhalten. Wir gehen davon aus, dass er sich  selbst auch mal ein Paar gekauft hat, denn wir können uns nicht vorstellen, dass er mit den 3 Paaren in den fast tausend Spielen ausgekommen wäre, es sei denn, er hätte nur aus dem Mittelkreis heraus agiert.
Seine dritte und letzte Leidenschaft gehört dem Singen. Bereits in früher Jugend hat er im Bremger Chor gesungen, bis er dann im Neu-Dorf zum Liederkranz gestoßen ist, eine echte Bereicherung für den Chor. Die Querelen um seine langjährige Mitgliedschaft im Nord-Rhein-Westfälischen Sängerbund sind überwunden und es steht fest, dass er bereits seit 50 Jahren ein verdienter Sänger in dieser Gemeinschaft ist. Legendär ist seine Zugehörigkeit zur sog. dritten Reihe im 2. Bass, die sich während der Probe  unerlaubt immer wieder mit Bier versorgte und in der er kriechenderweise einmal die Hauptrolle  spielen konnte. Nun, bei unseren geschrumpften Zahlen, wie man weiß, reicht es heute nur noch für eine zweite Reihe im 2. Bass, aber mit genau so viel Spaß wie früher. Besondere Freude hat Hubert an Liedern in fremden Sprachen. „Die kleine Hütte“ in Spanisch hatte es ihm besonders angetan; auch die englischen Gospels, Lieder in Französisch und in Russisch erfreuen ihn ebenfalls ungemein. Apropos Russisch und Russland. Sind die Löcher in den schwarzen Schuhen wieder dicht? Die Sänger des MGV Liederkranz haben ihren Jubilar Hubert beim obligatorischen Ständchen mit dem Liedgut erfreut, das er selbst gerne singt, haben  aber auch gleichzeitig demonstriert, dass sie nicht nur Altes und Romantisches drauf haben, sondern auch zeitgemäße Stücke. Dem Jubilar wünscht der MGV Liederkranz noch viele Jahre im Kreise seiner Lieben in Gesundheit und Frohgemut und in der Überzeugung, dass er auch weiterhin ein belebendes Element in der zweiten Reihe im 2. Bass bleiben wird.

Letzte Probe des MGV vor der Sommerpause – gleichzeitig Helferfete
13.07.2017 Traditionsgemäß verlief diese Probe in aufgelockerter Form wie immer:       ein wenig Singen, ein wenig Schwatzen, ein wenig…
Doch diesmal hatten sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Augustinusplatz etliche Gäste mehr angesagt. Eingeladen waren nämlich die zahlreichen Helferinnen, die den MGV bei der Durchführung des Chorfestes  im Frühjahr mit großem Arbeitseinsatz unterstützt hatten. Insofern sollte dieses Treffen ein kleines Dankeschön der Männer an ihre Gemahlinnen und an die übrigen fleißigen Frauen sein, denen der große Erfolg unseres Chorfestes in gesanglicher und finanzieller Hinsicht, vor allem aber auch durch gastgeberische Qualitäten zu verdanken war. In lockerer Atmosphäre wurde also erzählt, gelacht, auch ein wenig  gesungen. Hier tat sich besonders der gemischte Chor hervor, der sich in der Zwischenzeit komplettiert hatte und einen wunderschönen gesanglichen Block unter Leitung von Tatiana präsentierte. Gegen 19.30 Uhr wurde das Abendbuffet, von Vereinswirt Moses liebevoll und außerordentlich geschmackvoll zubereitet, eröffnet. Die vielen schmausenden Münder verrieten, dass Peter mit seiner Auswahl wieder das Richtige getroffen hatte; zudem wurde von etlichen Sängerinnen und Sängern das Buffet auch mehrmals aufgesucht. Zufrieden machten sich dann die Letzten gegen 22.00 Uhr (auch wegen der zunehmenden Nachtkühle!) auf den Heimweg.
Fazit: eine gelungene letzte „Probe", gepaart mit einem kleinen „Dankeschön" für die zahlreichen Helferinnen, die den MGV wie immer glänzend unterstützt hatten.


Tagesausflug des MGV nach Langenei

15.06.2017
Seit einigen Jahren lag dem MGV Liederkranz eine Einladung der Sänger aus Langenei-Kickenbach vor, doch einmal ihr Waldfest unterm „Mälo"-Felsen zu besuchen, und das aus gutem Grund, verbindet doch beide Vereine eine jahrzehntelange Freundschaft: derselbe Dirigent, gegenseitige Hilfe bei Konzerten und beim Meisterchorsingen, ähnliche Feier- und Trinkgewohnheiten, z. B. das „Pflümli" und, und, und. Nun, am diesjährigen Fronleichnamsfest war es dann soweit. Frohgelaunt bei strahlend schönem Wetter stiegen die Sänger und deren Frauen (so um die 35) um 11.00 Uhr in den Bus, der sie nach Langenei bringen sollte. Etliche Sänger rollten zudem im Privat-Pkw an. In Langenei angekommen, musste eine kleine Anhöhe genommen werden (die von unseren „Fußkranken" mit Hilfe eines vorbildlich organisierten Shuttle-Dienstes ebenfalls erreicht wurde). Was wir dort oben erblicken konnten, hat uns überrascht: unterhalb des mächtigen Mälo breitete sich ein großzügiger, mit Holzschnitzeln abgedeckter Platz aus, der von hohen Bäumen gesäumt war und somit vor der starken Sonneneinstrahlung wirkungsvoll schützen konnte. Etliche kleine Holzhütten beherbergten die Geräte, die zur leiblichen Versorgung benötigt wurden; die Theke stand diskret etwas abseits, wurde jedoch sofort von allen Sängern entdeckt, die zuvor noch einen zarten Hinweis ihrer Gattinnen mitbekamen, sie sollten sich doch etwas zurückhalten, der Tag sei ja noch lang. Nach den ersten heftigen Begrüßungen mit „alten" Sangesfreunden, darunter auch

Heinz-Erich, der lange Zeit in beiden Chören mitwirkte, fing das Umtauschgeschäft, Kühles gegen Bares (die Langenei-Kickenbacher hatten auf Biermarken verzichtet, was unseren Kassierer Ludger arg verwunderte) an, woran sich auch die Frauen mit Mineralwasser und alkoholfreiem Radler, zögerlich auch mal mit einem Hellen munter beteiligten. Gegen 12.00 Uhr stieß dann der Langeneier Musikzug dazu, der zuvor auf der Fronleichnamsprozession in Altenhundem gespielt hatte. Zahlreiche zünftige Musikstücke ließen das Rauschen der Bäume und das Vogelgezwitscher auf der Lichtung etwas in den Hintergrund treten. Nun, dann war auch der MGV Liederkranz gefordert, nachdem die „fünfminütige???" Essenspause von Michael langmütig abgewartet worden war. Mit dem „Kühlenden Morgen", mit zwei Wanderliedchen und mit dem „Kölsche Stammbaum" war dann auch unser Repertoire rasch abgespult, wobei wir sicherlich noch mehr „drauf" gehabt hätten. Aber es folgte schon der nächste Programmpunkt. Die meisten unserer Teilnehmer hatten bereits zu Mittag geschmaust (Spanferkel, Bratwurst, Nackensteaks), nun sollten die überzähligen Kalorien wieder abgebaut werden u. zw. in Form von einer Wanderung. Etwa 20 gehfreudige Frauen und Männer folgten Wanderführerin Gertrud (Ehefrau von Berni!), die uns nach kurzem Marsch durch die Ausläufer des Dorfes auf die Höhe führte, von wo aus ein wunderbarer Ausblick auf das Lennetal ermöglicht wurde . Nach kurzer Rast unter einer Hochspannung mit einem kleinen Getränkeaufguss ging es wieder zurück zum schattigen Festplatz, wo inzwischen die Volksliedergruppe aus Altenhundem ihre musikalische Visitenkarte abgab. Viele bekannte Wander- und Volkslieder luden ganz einfach zum Mitsingen ein. Wenn man die Mitglieder dieses Ensembles genau studierte, konnte festgestellt werden, dass Singen bis ins hohe Alter möglich ist und auch bei guter Gesundheit und Laune hält. Nicht verschwiegen werden soll, dass zwischendurch auch das Kuchenbuffet eröffnet wurde, wobei „Heinzi" der Originalküster aus Langenei mit einer selbst kreierten „Holzschnitzeltorte" überzeugen wollte, was seiner Frau allerdings nicht so ganz gefiel. Nun, jedes Fest geht einmal zu Ende. Für 18.00 Uhr war unser Bus bestellt und es hieß, einen herzlichen Abschied von unseren Gastgebern zu nehmen. Dass mit unserem „Abgang" auch ein leichter Regen einsetzte, tat dem Waldfest sicherlich keinen Abbruch. Die Heimfahrt verlief wie immer beim „Liederkranz" geräuschvoll, denn es wurde viel und kräftig (auch mal falsch!) gesungen, wobei sich ein Sänger auf der hintersten Bank besonders hervor tat. Alles in allem ein gelungener Tag, wie von allen Teilnehmern bestätigt, mit einem weiteren Fazit: die Freundschaft zwischen den beiden Chören muss weiter gepflegt werden!
(Holzauge!)

58. Chorfest der Chorgemeinschaft "Bigge"

17. u. 18.03.2017
Rund 900 Stimmen verwandelten am Wochenende die festlich geschmückte und auf den kommenden Frühling ausgerichtete Neu-Listernohler Mehrzweckhalle in einen wunderbaren Konzertsaal. Eingeladen hatte der MGV Liederkranz zu seinem 120jährigen Jubiläum; gleichzeitig war er aber auch Ausrichter des 58. Chorfestes der Chorgruppe Bigge. Der Freitagabend hatte jubiläumsmäßig bedingt einen mehr offiziellen Charakter mit eingeladenen Ehrengästen, darunter natürlich der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Christian Pospischil, der es sich nach seiner launigen, die 120 Jahre Vereinsgeschichte vom Liederkranz streifenden Festrede, nicht nehmen ließ, einen nicht klimpernden Umschlag als Geschenk an den Verein zu überreichen, dem sich Herr Ralf Warias, Regionaldirektor der Volksbank Bigge-Lenne in gleicher Weise anschloss. Ein besonderes Geschenk übermittelte der 1. Vorsitzende des Sängerkreises Bigge-Lenne,  Steffen Keller, der dem Jubilar nach einem trefflichen Grußwort ein Festbuch aus dem Jahre 1922 überreichte, in welchem sich damals der MGV Liederkranz anlässlich seines 25jährigen Bestehens als Veranstalter eines Sängerwettstreits im alten Dorf Listernohl auszeichnete. Übrigens, gesungen wurde  am Freitagabend natürlich auch. Insgesamt gaben sich 14 Vereine die Ehre, darunter alleine sechs Meisterchöre. So konnten die Zuhörer, darunter auch sehr viele Dorfbewohner und fast alle

Vereinsvorstände sich selbst einen Eindruck verschaffen von der hohen Qualität aller Darbietungen – und, was so toll war – die prall gefüllte Halle war während der Aufführungen mucksmäuschen still, ohne dass dazu besonders aufgefordert werden musste. Gegen 22.30 Uhr war das offizielle Programm gelaufen. Doch wer gedacht hätte, dass sich die Halle im Nu leert, sah sich getäuscht. Beim anschließenden sog. „Tischsingen", bei dem sich die Chöre ohne Dirigenten und ohne besondere „Aufstellung" präsentieren konnten, ging die Post so richtig ab. Eine aufmerksame Jury, mit drei Laien bestückt, hatte die schwere Aufgabe, einen Gewinnerchor zu präsentieren, was ihr bei der tollen Vorstellung der einzelnen Chöre nicht ganz leicht fiel. Als Sieger kristallisierten sich dann die Frauen von „Cantare" Iseringhausen heraus, was von ihnen auch ausgiebig und gebührend gefeiert wurde. Die meisten Besucher, Sängerinnen und Sänger verließen das Fest (die letzten gegen 2.30 Uhr) schließlich in der Meinung: Das war Spitze! Wer nun geglaubt hat, das sei am Samstag nicht mehr zu toppen, sah sich getäuscht. Hier gaben sich 12 Chöre ein musikalisches Stelldichein, darunter wiederum 6 Meisterhöre. Von der Romantik, über die Klassik bis hin in die Neuzeit mit Liedern von Silbermond, von den Puhdys und auch von den Toten Hosen reichte die Auswahl an musikalischen Hochgenüssen. Ein besonderer Höhepunkt war dabei, ohne die Leistung der übrigen Chöre schmälern zu wollen, der gar nicht eingeplante Auftritt des von Musikdirektor Michael Rinscheid gegründeten und am selben Nachmittag auf der Delegiertensitzung des Sängerkreises Bigge-Lenne von Landrat Beckehoff als Chor des Jahres ausgezeichneten Kammerchors „Belcanto". Hier wurde Musik zelebriert und tosender Applaus belohnte die Sängerinnen und Sänger. Auch hier endete irgendwann der offizielle Teil und mit dem „Tischsingen" ging es wieder zum gemütlichen Part über. Leider waren auch hier die Frauen nicht zu schlagen; die Sängerinnen von „Cantabile" Morsbach sicherten sich gegen vielfache Konkurrenz die Siegesprämie mit einer gelungenen Show aus Musik, Rhytmik  und Tanz, wobei die Tische teilweise als Tanzboden herhalten mussten. Das war der Auftakt zu einem wahren Furioso in der Halle – eine Stimmung, wie zu besten Oktoberfestzeiten, angeheizt durch zwei Akkordeonspielerinnen aus Wehbach, die alle zum Mitsingen und zum Mittanzen brachten und lange Polonaisen durch die Halle aufmarschieren ließen. Zudem versammelte sich im hinteren Teil der Halle zunächst  ein von allen MGV`s zusammengestellter Männerchor mit ungefähr 150 Stimmen und demonstrierte einen Männergesang „par exellence". Das konnten die Frauen natürlich nicht auf sich sitzen lassen; sie gruppierten sich ebenfalls zu einer großen Singgemeinschaft und boten den Männern im friedlichen Sinne Paroli. Erst spät in der Nacht verließen die letzten Gäste die Halle, die meisten voller Lob über diese gelungene Veranstaltung, was  dem MGV Liederkranz und seinen zahlreichen Helferinnen und Helfern nach den umfangreichen Vorbereitungen sichtlich gut tat.

Hier gibt's einige Impressionen vom Sängerfest.

Jubilarehrung
12.03.2017
Und wir sind wieder dabei. Zwei von unseren Aktiven konnten für ihren langjährigen Einsatz für den Männergesang, speziell für unseren MGV Liederkranz geehrt werden (s. auch Zeitungsbericht!). Auf  sage und schreibe 70 Jahre brachte es Carl-Josef Beckmann, wobei er nach eigener Einschätzung noch viel eher dem MGV beigetreten ist, damals nämlich im alten Dorf, wo er von seinem Vater, dem Besitzer des nämlichen Gasthofs,  gleichzeitig Vereinslokal des MGV,  bereits im juvenilen Alter mit kurzer Hose und mit Kniestrümpfen zu den älteren Sängern „gesteckt" wurde. Die Liebe zum Verein ließ auch nicht nach, als er nach Olpe umzog. Treu und brav besuchte er regelmäßig die Proben in Neu-Listernohl, bis ihm ein schweres Augenleiden dies fast unmöglich machte. Eine kurze Besonderheit aus dem sängerischen Erlebnisfeld des Jubilars. Bei einem Wettstreit in Hessen vor etlichen Jahren musste Cojo als einer von drei  Solisten den Text von einem der drei Heiligen Könige (frei nach Goethe) singen. Vor Aufregung vergaß er seinen Text und modifizierte ihn so in Versmaß und Reim, dass es den vielen Hundert Zuhörern überhaupt nicht auffiel. Lediglich Wertungsrichter Paul Gastreich bemerkte es; er benotete dennoch den Liederkranz mit Höchstwertung, schrieb aber In die Wertungsnoten, dass der Solist wohl dem Chor jetzt einen ausgeben müsse. Dies wurde bei der nächsten Probe von Cojo prompt erledigt; er hieß ja nicht Lorenz mit Vornamen.

Jubilar Stefan könnte ebenfalls eine Menge über die vielen Jahre seiner Zugehörigkeit zum MGV Liederkranz erzählen, tut es aber nicht, weil er ein bescheidener Mensch ist, der sich sogar auf dem Gruppenbild in der Zeitung in die hinterste Reihe „verkrümmelt", um ja keinen hinter ihm Stehenden die Sicht zu verdecken. So dürfen wir etwas über ihn berichten. Stefan ist ein großes Vorbild für alle Sänger, denn er hat es geschafft, in 40 Jahren (von insgesamt 60 J.) nicht einmal bei der Probe zu fehlen, ein absoluter „Weißer Rabe". Klar, dazu gehört eine robuste Gesundheit, aber auch die richtige Einstellung zum Verein, gepaart mit Verantwortungsbewusstsein und auch mit einer gehörigen Lust zum Singen. Als 1. Tenor  (immer als „Eckpin") mit einer phantastischen hohen Stimme gehört er weiterhin zu den Stützen des Vereins. Als einer der wenigen Väter hat er auch seinen Sohn Markus schon früh in den Verein eingeführt, ein Glücksgriff, denn damit hatte der MGV Liederkranz über viele Jahre einen guten Vorsitzenden.


Jahreshauptversammlung 2017

14.01.2017 Fast hätte das Wetter den Verantwortlichen einen bösen Streich gespielt; jedoch – die Mehrzahl der aktiven Sänger und auch etliche fördernde Mitglieder trotzten Schneefall und eisglatten Straßen und erschienen pünktlich zur Jahreshauptversammlung des MGV Liederkranz Neu-Listernohl im Cafe Moses. Ein Sänger aber wurde besonders schmerzlich vermisst: Carl-Josef Beckmann, der für 70 Jahre Aktivität im MGV geehrt werden sollte.  Umso erfreulicher, dass Stefan Hundt anwesend war, der bereits auf 60 Jahre  aktiven Singens zurückblicken konnte. Und nicht nur das. In einer kleinen Laudatio stellte der Vorsitzende, Karlheinz Kiese, Stefan als leuchtendes Beispiel für Vereinstreue und Einsatzfreude vor, dem es in seiner Zugehörigkeit zum Chor gelang, von den 6 Jahrzehnten mehr als 40 Jahre niemals eine Chorprobe zu versäumen, und so jeweils als „weißer Rabe" geehrt werden konnte.

Der Rückblick auf das verflossene Jahr machte deutlich, dass der MGV vielfältig gefordert  und im Dorf  stets präsent war:  Schlachtfest, Weihnachtsmarkt, ein großartiges Konzert in der Pfarrkirche St. Augustinus, dazu diverse Auftritte auf Freundschaftssingen, Chorfesten und bei Ständchen -  über mangelnde Termine musste sich niemand beklagen. Hier wurde vor allem auch der Einsatz des Sängernachwuchses  lobend

hervorgehoben. Bei den Wahlen blieb so ziemlich alles (wie bei anderen Vereinen auch) beim Alten. Außer Wiederwahl standen keine anderen Vorschläge im Raum. Dies galt für das Amt des 1. Vorsitzenden genauso wie für den 2. Kassierer Karl-Josef Steinhoff. Lediglich Albert Rinscheid, seit 23 Jahren erster Schriftführer, trat aus Altersgründen zurück, wurde aber, weil er es gar nicht lassen konnte, postwendend zum stellvertretenden Schriftführer einstimmig gewählt. Seinen vakanten Posten übernahm Walter Markus, natürlich ebenfalls einstimmig. Als Beisitzer wurde Daniel Kiese bestätigt, der gleichzeitig die Rolle des Jugend-koordinators inne hat. Auch bei den Kassenprüfern gab es eine Veränderung. Hier wurde seinem Bruder Marius das Amt übertragen. Der Überblick über die finanzielle Situation des Vereins, von Kassierer Ludger Leymann detailliert vorgestellt, rief nicht unbedingt Beifallsstürme hervor, gestaltete sich aber per saldo versöhnlich.

Die Terminplanungen für das laufende Jahr waren rasch abgeschlossen. Mit der Organisation und Durchführung des Chorgruppenfestes „Bigge" hat der MGV einen gewaltigen Brocken vor sich, den er aber zu stemmen weiß. Die üblichen Termine im Dorf sowie ein Ausflug zum befreundeten Männerchor Langenei-Kickenbach auf Fronleichnam ergänzten die Liste. Nach rund zweieinviertel Stunden endete die Versammlung so wie sie begonnen hatte, harmonisch und in freundschaftlicher Atmosphäre; der Übergang in den gemütlichen Teil des Abends mit rustikaler Verpflegung, vielen Liedern und Schwänken aus vergangener Zeiten geriet nahtlos – ein Ende war trotz der schwierigen Wetterlage nicht abzusehen.


Ständchen beim Lepps Hannes

02.01.2017
Für die Sänger des MGV Liederkranz ist es eine Selbstverständlichkeit, einem ehemaligen Chormitglied, das fast 60 Jahre im Verein aktiv gewesen ist, zu seinem runden Geburtstag ein Ständchen zu bringen. So auch beim 90. Wiegenfest von Johannes Langenohl, das er mit Familie, Verwandten, Nachbarn und Freunden im Cafe Moses feierte.

Am 02. Januar 1926 erblickte dieser rüstige Jubilar das Licht der Welt im alten Listernohl. Bereits mit Zwanzig trat er dem Verein bei und blieb ihm als aktiver Sänger und 2. Bassist treu bis ins Jahr 2003, als ihn ein störendes Ohrenleiden  doch zur Aufgabe seines geliebten Hobbys zwang. Nun, da er zur „alten" Garde gehört, wurden die Liedvorträge vom Dirigenten Michael Rinscheid auch entsprechend ausgewählt: „Am kühlenden Morgen" (auch wenn es gegen 16.00 Uhr am Nachmittag bei leichtem Schneefall bereits dunkelte!), „Die alten Straßen noch" (bei dem der Jubilar kräftig mit einstimmte), zur Erinnerung an die gerade vorüber gegangene Weihnachtszeit „Ich sah ein Schiff am Weihnachtstag" und zum Abschluss, um damit zu demonstrieren, dass der MGV nicht nur „Oldies" drauf hat, den „Kölschen Stammbaum". In einer kleinen Laudatio ging der Vorsitzende noch einmal auf markante Punkte des ausgeprägten Lebensweges von Johannes ein und lobte dessen Einsatz für den Chor auch heute noch als förderndes Mitglied. Das musikalische „Hoch" sowie ein reichlich gefüllter  Frühstückskorb als Präsent rundeten den Besuch durch den Chor ab, wobei es vom Jubilar als Zugabe noch ein Sauerländer „Flachgeschenk" für unseren Kassierer Ludger gab. Zum Abschluss gesellte sich Lepps Hannes an der Theke zu den Aktiven  und ließ es sich auch nicht nehmen, ein paar Blonde auf sein Wohl mitzutrinken.

Unser diesjähriges vorweihnachtliche Konzert – ein voller Erfolg!

18.12.2016 Zunächst ergriffene Stille, danach minutenlanger tosender Applaus und stehende Ovation vom begeisterten Publikum in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Augustinus, nachdem die beiden Männerchöre aus Hünsborn und Neu-Listernohl zusammen mit der Sopranistin Christina Heuel den letzten Takt von „Stille Nacht, heilige Nacht" hatten verklingen lassen. Es war der glänzende Abschluss eines zweistündigen Konzerts, das zunächst im 1. Teil ruhige und besinnliche Chorwerke und Lieder anbot. Die Eröffnung übernahm der gastgebende MGV Liederkranz aus Neu-Listernohl, wobei der Dirigent, Musikdirektor  Michael Rinscheid, es sich nicht nehmen ließ, die ganze Bandbreite des Chores  vom romantischen Liedgut bis hin zum schwierigen „Miserere", einem zeitgenössischen Werk des Polen Piotr Jánczak, vorzustellen. Bereits in diesem Teil trat die anmutige, junge Sopranistin Christina Heuel, ein vielversprechende Talent mit Bühnenerfahrung und etlichen Auftritten in verschiedenen Paraderollen bekannter Opern als Solistin hinzu, um gemeinsam mit den Männern das einfühlsame Spiritual „There Is A Balm In Gilead" zu zelebrieren. Ihr großartiges Stimmvolumen  und das mühelose Erreichen auch höchster Töne konnte sie in den folgenden Werken, dem „Ave Maria" von Bach und dem „Exsultate, jubilate" von Mozart unter Beweis stellen, wobei die Koloraturpassagen im letztgenannten Werk einen überaus  spielerischen, aber auch höchst dynamischen Charakter aufwiesen.

Mit Schuberts „Nachtgesang im Walde" eröffneten die Männer des neunmaligen Meisterchors Sangeslust Hünsborn, ebenfalls unter dem Dirigat von Michael Rinscheid, ihren Part, den sie neben anderen Werken mit dem „Agnus Dei „ von Bizet gemeinsam mit der Sopranistin fortsetzten. Viel ließe sich auch  über den 2., eher weihnachtlich gestimmten Teil des Abends berichten, dem eine selbst komponierte wunderbare Improvisation am Klavier vom Pianisten Prof. Görg aus Köln vorausgegangen war, bei welcher viele Zuhörer einfach nur die Augen schlossen, um sich so von den Klängen verzaubern zu lassen. Danach waren wieder die Männer an der Reihe. Selbstverständlich durften bei den Hünsbornern die „Abenddämmerung" von Karl-Josef Müller, solistisch gestaltet von Walter Wurm, sowie die „Christrose", hier mit dem Solisten Joachim Arns, nicht im Programm fehlen. Christina Heuel glänzte wiederum mit ihrer Solopartie und nutzte bei ihrem Vortrag „Nella Fantasia" von Ennio Morricone die gewaltige Akustik der Kirche voll aus ebenso wie beim Schlusslied „Stille Nacht", wo sie mühelos den 70 Stimmen der beiden Männerchöre Paroli bieten konnte.

Fazit: Ein wunderbares Konzert, das bei allen Zuhörern auf große Anerkennung stieß; ein Nachweis, dass Männerchöre nicht „out" sind; ein Dirigent, der durch sensible Liedgutauswahl in der Programmgestaltung und durch meisterhaftes Dirigat  beiden  Chören  ihre Höchstleistung abforderte; ein Pianist, der viele Beiträge einfühlsam begleitete, aber auch in seinem Solopart begeistern konnte, und eine Solistin, die sich mit ihrer zauberhaften Stimme in die Herzen aller Zuhörer sang, somit  für ein unvergessliches Konzert sorgen half und die gesamte Zuhörerschaft in einer friedvollen, adventlichen  Stimmung  nach Hause entließ.



Konzert in Netphen,

04.12.2016 auf Einladung des  Netpher Gesangvereins, der für kurze Zeit auch von unserem Dirigenten Michael Rinscheid geleitet wurde, beteiligte sich der MGV Liederkranz am 2. Adventssonntag an einem vorweihnachtlichen Konzert in der dortigen Evangelischen Kirche. Nachdem die Älteren von uns mühsam den Berg erklommen und es bis in die Kirche geschafft hatten, wurden wir vom Vorsitzenden des NGV, Dieter Bruch, begrüßt. Nach einem kurzen Ansingen hatten die Sänger nun die Wahl, in der Kirche zu verbleiben, um sich auf das Bevorstehende zu konzentrieren und einzulassen,  oder aber sie konnten den Hügel wieder hinabsteigen, um sich ein wenig auf dem dort aufgebauten Weihnachtsmarkt zu vergnügen, natürlich nur, wie auch die mitgereisten Frauen, bei Kinderpunsch und Mineralwasser. Über das nachfolgende Konzert berichtete die Siegener Zeitung ausführlich (s. Artikel!), wobei die Solistin Ariane Petruck nicht bei allen unseren Sängern auf  Zustimmung stieß. Nach dem Konzert folgten wir der Einladung des NGV, in ihrem Vereinsheim noch ein wenig gesellig zusammensitzen, was wir auch gerne annahmen. Die ca. 400 Meter Entfernung (von mehreren als gefühlte drei Kilometer empfunden) waren in lausiger Kälte schnell zurückgelegt, wobei „Silberpfeil" dieser Witterung in seinem dünnen Jäckchen trotzig Paroli bot. Bei Schnittchen, Frikadellen und gekühltem Nass verflog die Zeit relativ schnell, bis der Bus uns gegen 20.30 Uhr pünktlich abholte und wir wohlbehalten in Rhode, Bremge und auch in Neu-Listernohl eintrafen.
Summa summarum eine gelungene  Generalprobe für unser eigenes Konzert am 4. Adventssonntag in unserer Pfarrkirche.

„Bringt dem Kind Geschenke mit"!


06.12.16
„Bringt dem Kind Geschenke mit"! Unter dieses Motto stellt der MGV Liederkranz Neu-Listernohl sein diesjähriges vorweihnachtliches Konzert am 18. Dezember um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Augustinus in Neu-Listernohl. Wie in den früheren Jahren (2014 z. B. der sagenhafte Auftritt des Prager Auswahlchores „Cancioneta") haben die Neu-Listernohler Sänger auch diesmal namhafte  Gäste eingeladen, um das Konzert zu bereichern. Da ist zunächst einmal Christina Heuel, deren Schwester Claudia schon vor Jahren im Konzert des MGV Liederkranz zu bewundern war. Die etwas jüngere Christina, eine Sopranistin mit charmanter Ausdruckskraft und Lockerheit in den höchsten Tönen, ehemalige Studentin der renommierten Folkwang-Universität mit Bachelor-Abschluss im Jahre 2012, danach weitere Studiengänge, bereits weithin bekannt durch zahlreiche Auftritte auf bekannten Opernbühnen und z. Zt. Stipendiatin bei der Richard-Wagner-Stiftung in Bayreuth, wird solistisch, aber auch gemeinsam mit den Männerchören das Programm des ca. zweistündigen Konzerts am 4. Adventssonntag gestalten. Als weiterer Gast ist der neunmalige Meisterchor, der MC „Sangeslust" Hünsborn eingeladen, der wohl renommierteste Männergesangverein in ganz Südwestfalen.
Musikalisch wird Prof. Stephan Görg die Sopranistin Christina Heuel und die Chöre auf dem Klavier begleiten. Prof. Görg war schon mehrere Male in Konzerten des MGV Liederkranz zu Gast und wusste stets durch einfühlsames Spiel, aber auch durch improvisierende Lautmalerei auf dem  Piano zu überzeugen. Die Gesamtleitung liegt wie immer in Händen von Musikdirektor Michael Rinscheid, über dessen hervorragende musikalische Qualitäten sicher nichts  mehr gesagt werden muss.

Zur Erinnerung: vorweihnachtliches Konzert am 4. Adventssonntag um 17.OO Uhr in der Pfarrkirche in Neu-Listernohl; Eintritt 12 Euro!



 

06.08.2016 "Nun ist die Weltklasse auch in Neu-Listernohl gelandet - der unaufhaltsame Aufstieg Georg Zeppenfelds vom Sängerknaben beim MGV Liederkranz Neu-Listernohl zum umjubelten Star in Bayreuth"


Zwei ereignisreiche Wochenenden liegen hinter dem MGV Liederkranz.

15.04.2016 Zunächst ging es zum Jubiläumskonzert nach Langenei, wo wir zum ersten Mal unser neu einstudiertes Piratenlied „High Barbary" präsentieren konnten – eine Premiere für den Kreis sicherlich. Mit großem Beifall bedacht wie auch unser zweiter Vortrag, das „Ave Maria", konnte der Chor in der Langeneier Schützenhalle voll überzeugen. Da wir für die Reise nach Lennestadt einen Bus gebucht hatten, der auf der Hinfahrt für eine kleine Sauerlandrundreise gesorgt hatte, konnten wir in aller Gemütlichkeit bis zur Abfahrt um 23.00 Uhr in geselliger Runde feiern, ohne dass wir uns Sorgen um unsere Führerscheine machen mussten.

Das lief am folgenden Wochenende etwas anders, da wir uns im nahe gelegenen Dörfchen Ennest mit dem PKW einfinden konnten. Weil unser Chorleiter Michael zu Fortbildungszwecken in Schweden weilte (auch gute Chorleiter können noch dazu lernen!), hatte auf Michaels Vorschlag der Vizedirigent von Langenei-Kickenbach, Walter Erdmann, den Taktstock übernommen. Nach einem kurzen Einsingen im Westfalia-Treff, dem Sängerheim der Ennester, ging es in die örtliche Schützenhalle, die gemäß dem Motto des Abends, das eine „bayrische Sause" versprach, mit vielen bajuwarischen Accessoires geschmückt war. So war es auch für unseren Chor mehr als eine Pflichtübung, anstatt der gewohnten schwarzen Anzüge Lederhosen,

Trachtenanzüge und bayrische Joppen anzulegen, wobei einige wohl Bayern mit dem „Wilden Westen" verwechselt haben mochten. Auch der gemischte Chor Neu-Listernohl verschrieb sich diesem gewünschten Outfit; vor allem die Frauen in ihren Dirndln erregten mehr Aufsehen als die Männer in ihrer Krachtenledernen. Nach einführenden Begrüßungen durch die Vorsitzende der „Klangwelten" Ennest, durch den neuen Vorsitzenden der Chorgruppe, Steffen Keller", sowie durch den Schirmherrn der Veranstaltung, Bürgermeister Christian Pospischil, der den Heimvorteil in seinem Geburtsort Ennest sichtlich genoss, konnte es dann musikalisch weitergehen. Hier nun wurde im Verlauf eine Besonderheit geboten. Der MGV Liederkranz sang zunächst alleine das „Weit, weit weg!" (zum abendlichen Motto passend!); danach schloss sich der MGV Langenei-Kickenbach mit seinem „Heimatdörfchen" an; es folgten die gemeinsamen Vorträge „Wenn ich allein" sowie der „Deutschmeistermarsch", den der Vize hervorragend auf seiner Klavierminiausgabe (Akkordeon) begleitete. Nachdem alle Vereine ihre Beiträge geleistet hatten, die zum großen Teil auf gutem Niveau standen, ging es wie üblich in den gemütlichen Teil über, der bei manchen so viel Schädelweh ausgelöst haben mochte, dass die am Folgetag anstehende Dorfreinigung, wo auch der MGV seinen Part zu leisten hatte, lediglich drei wackere Mannen mit von der Partie waren.

Summa summarum sollten beide Wochenenden in guter Erinnerung bleiben, denn der MGV präsentierte sich in gewohnter Manier (fast vollzählig) in überzeugender Form und mit guter Leistung.

Nachruf Martin Klein

04.04.2016 Freud und Leid liegen im Leben oft dicht beieinander. Konnten wir vor zwei Tagen noch ein Ständchen zum 50. Geburtstag unseres Ehrenvorsitzenden Markus Hundt singen, mussten wir am drauffolgendenMontag das Requiem für unseren verstorbenen Sangesbruder Martin Klein gestalten. Für viele kam die Nachricht von seinem Tod überraschend; doch tröstlich zu wissen: er verbrachte seine letzten Stunden im Kreise seiner Lieben bei vollem Bewusstsein und in Kenntnis, dass seine Familie, die ihm alles bedeutete, bei ihm weilte – ein Hinübergleiten in den Tod ohne Schmerzen, ohne Aufbäumen und Todeskampf, so, wie es sich jeder von uns nur wünschen mag.
Vier Schwerpunkte prägten sein Leben in christlicher Verantwortung: zunächst einmal die Liebe und Sorge für seine Familie, für eine gute Ausbildung der Söhne, für ein wohlgeratenes Heim; daneben sein Beruf, von der Pike auf erlernt und ihm bis über das Rentenalter hinaus treu geblieben, beliebt und anerkannt bei seinen zahlreichen Kunden, die er mit Neuigkeiten vom Fußball und mit weiteren aktuellen Geschichten von Attendorn unterhalten konnte: eine Anmerkung:(man durfte nie gemeinsam mit Martin durcu Attendorn gehen, denn er wurde an jeder Straßenecke von Bekannten angehalten und in ein Gespräch gezogen, wobei er selbst dabei auch immer intensiv mitmischte.); darüber hinaus der Fußball mit ungeheuren Kenntnissen, die er an die Söhne und Enkel in Theorie und auch in Praxis weitergeben konnte. Ihm war kein Fußballplatz im Kreis Olpe und darüber hianus unbekannt; so waren

die Sonntagsnachmittage jeweils nach den angesetzten Spielen verplant. Schließlich noch der MGV Liederkranz, dem er über 60 Jahre als Aktiver treu verbunden war und mit ihm acht Mal den Meisterchortitel erringen konnte. Zusätzlich motivierend waren die zahlreichen Wettstreite bis weit nach Hessen hinein, wo der MGV mit unzähligen 1. Preisen triumphierend heimkehren und wo Martin am Montag, der Wochentag, den die Innung extra für Frisöre eingerichtet hatte, auch manchmal schwer leidend seinen Brummschädel auskurieren konnte.

Wir verlieren mit ihm einen zuverlässigen und treuen Sänger mit einer wohltönenden Bassstimme, der sicherlich auch weiterhin aktiv geblieben wäre, wenn es seine Krankheit zugelassen hätte. In einem persönlichen Gespräch mit Martin etwa 2 Wochen vor seinem Tod fragte ich ihn nach seinem Befinden; zugleich wollte ich ihm die Grüße des Chores übermitteln. Sinngemäß sagte er damals zu mir: Der Herrgott hat mir über 80 Jahre ein Leben fast ohne Krankheiten geschenkt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich weiß, dass ich an einer seltenen Atemwegserkrankung leide, die zum Tode führen wird. Darauf bin ich gefasst und ich habe keine Angst davor. Nur aus einem starken christlichen Glauben heraus ist eine solche Einstellung nachvollziehbar. Ein Sonntag ohne Gottesdienstbesuch waren für Martin und seine Gattin Marlies undenkbar, und wenn schon nicht in Neu-Listernohl, dann in anderen Kirchen, jährlich auch in der Wallfahrtskirche in Werl zur Muttergottes, wovon er häufig beindruckt sprach.Wer sein Leben so in die Fügung Gottes gelegt hat, muss auch vor dem Sterben keine Angst haben, zumal Martin auf ein erfülltes Leben zurückblicken konnte.

Für uns Sänger war es eine Selbstverständlichkeit, Martin im Trauergottesdienst so zu verabschieden, wie er es sich immer gewünscht hat – mit Liedern, die er liebte und die seinem Gemüt gut taten. Auf seinem letzten Gang waren wir in Gedanken bei ihm; in liebevoller und dankbarer Erinnerung wird er uns stets bleiben.

Requiescat in pacem!

Markus wird Fünfzig

02.04.2016 Für die Männer des MGV Liederkranz war es eine Selbstverständlichkeit, seinem ehemaligen Vorsitzenden zu dessen rundem Geburtstag ein Ständchen zu singen, zum einen, weil er Ehrenvorsitzender des MGV ist, eine Ehrung, die noch keinem anderen Vorsitzenden zu Teil wurde, zum anderen, weil er mit knapp 28 Jahren den Vorsitz des Vereins übernommen hat, da sich keiner der älteren Sänger dieses Amt zugetraut hat. Darüber hinaus wurde unter seiner Ägide der Meisterchortitel dreimal erfolgreich verteidigt und letztlich kann der Chor auf seinen Vizechorleiter nicht verzichten. Bereits im zarten Alter von 15 Jahren nahm ihn Papa Stefan mit zum Singen, wahrscheinlich noch mit kurzer Hose. Damals war es noch üblich, dass Kinder auf ihre Eltern hörten und das taten, was man von ihnen verlangte. Dies ist heute leider oftmals anders, wenn man an die vielen Söhne der Sänger denkt, die den Weg zum Liederkranz nicht gefunden haben. Bei Markus war es anders: Mama eine begeisterte Sängerin, Papa ebenfalls, da konnten der Bursche und später auch seine Schwester Marion nicht nachstehen: ob Oma Elisabeth und Opa Alfred ebenfalls sangesbegeistert waren, entzieht sich unseren Kenntnissen.

Nun, wer eine gute Stimme wie Markus hat, trägt sie auch gerne weiter, so in den gemischten Chor Neu-Listernohl, in die Top-Voices „Stilmix" und in den dorfinternen Singkreis. Hier nun kommt eine Person ins Spiel, die den wesentlichen Inhalt des nun fünfzigjährigen Markus einnimmt und gemeinsam mit Sohnemann Andreas eine wunderbare Einheit darstellt – Tatiana. Wer sich vor zwei Wochen im Cafe den Film über die Konzertreise des MGV nach Moskau und Petersburg angeschaut hat, dem wird beim Petersburger Chor „Alma Mater" unter all den vielen lachenden Mädchengesichtern ein liebreizendes, fröhliches und zufriedenes Antlitz aufgefallen sein, besagte Tatiana, die es dem Noch-Junggesellen Markus sofort angetan hatte (Liebe auf den ersten Blick), so dass er nach etlichem hin und her zwischen Rußland und Deutschland seine geliebte Tatiana endlich in die Arme schließen und den Bund der Ehe eingehen konnte. Pavel und Andreas komplettieren die Runde ebenso wie Opa Stefan und Oma Frida. Auch außerhalb des Liederkranz ist Markus für das Dorf unentbehrlich; so setzt sich das Geburtstagskind als Pfarrgemeinderatsmitglied und auch als Kommunionhelfer für die Pfarrgemeinde enorm ein; Markus ist stets da, wenn man ihn ruft. So nebenbei gestaltet er auch noch die Homapage für beide Gesangvereine im Dorf. Man wundert sich, dass daneben auch noch genügend Zeit für die Fa Kirchhoff verbleibt. Wenn der alte Dichter Friedrich Hebbel in seinem Tagebuch notiert, Zitat: „Unter allen entsetzlichen Dingen das Entsetzlichste ist die Musik - wenn sie erst erlernt wird", so gilt das sicher nicht für den Jubilar.

Er hat sein Metier studiert (bei der Querflöte macht ihm nur ein Ton noch etwas Mühe!!!); er hat einen wunderschönen Tenor und hat gemeinsam mit seiner Gattin die Musikalität auch an die nachkommende Generation, sprich Andreas, weitergeben können. Der MGV Liederkranz wünscht dem Geburtstagskind noch 5 Jahrzehnte im Kreise seiner Lieben, verbunden mit der Bitte so zu bleiben wie er ist und – dass er nicht mehr in den Stimmbruch kommt („Brümmer hat der Chor genug!")

Holzauge



Ausflug der Jungsänger zu den „ROOSTERS" nach Iserlohn

31.01.2016 Am Sonntag, den 31. Januar 2016 machten sich 5 Jungsänger auf den Weg nach Iserlohn, um dort das Eishockeyspiel der „Iserlohn Roosters" gegen die „Schwenninger Wild Wings" zu erleben. Viele von uns waren noch nie live bei einem Eishockey-Spiel dabei, deshalb war es (vor allem für die Fußballfans Felix und Johannes) schon vor Spielbeginn sehr verwunderlich, das nirgendwo Polizei und Absperrungen zu sehen waren. Beide Fanlager sangen und tranken sich gemeinsam warm und freuten sich auf den Spielbeginn am Seilersee… Wir trafen an der Theke sogar einige Listernohler, die seit vielen Jahren regelmäßige Besucher der Spiele der Roosters sind und mittlerweile zum Inventar der Halle am Seilersee gehören. Wir ließen uns also Bier und Pommes schmecken und suchten uns dann unsere Plätze in der mit ca. 5000 Zuschauern ausverkauften Halle. Das war gar nicht so einfach, denn die meisten Fans standen schon seit langer Zeit auf der Stehtribüne und sangen und tranken sich warm. Als wir dann doch Plätze gefunden hatten,


erlebten wir ein packendes Spiel mit viel Tempo, Aktion und Toren – nur auf der „falschen Seite": Die Roosters verloren leider mit 1:4 (0:0/1:0/0:4). Der Spielbericht fasste das Spiel kurz und knapp zusammen: „Weil man vorn nicht trifft, hinten zum Ende zu viel riskiert, verlieren die Iserlohn Roosters gegen ersatzgeschwächte Wild Wings am Seilersee mit 1:4. Es war die erste Heim-Niederlage der Sauerländer ohne eigenen Punktgewinn in dieser Saison". Auf der Heimfahrt wurde das Spiel natürlich von den neuen Fachleuten ausführlich diskutiert und die Niederlage mit Hilfe von guten „Burgern" aus dem Meinerzhagener MC Donald`s auch schnell wieder verdaut. Unser Fazit: Es war, trotz Niederlage, ein gelungener Ausflug zum Seilersee!

Harmonische Jahreshauptversammlung des MGV Liederkranz

16.01.2016
Fast hätte der plötzliche Wintereinbruch die ordnungsgemäße Durchführung der Jahreshauptversammlung des MGV Liederkranz Neu-Listernohl in Frage gestellt, doch eben nur fast. Denn, obwohl sich einige auswärtige Sänger wegen vereister Straßen nicht auf den Weg machen konnten, waren die einheimischen Aktiven und auch etliche fördernde Mitglieder im Cafe Moses pünktlich eingetroffen, wo sie vom Vorsitzenden Karlheinz Kiese herzlich begrüßt wurden. Wie es sich für einen lebendigen Gesangverein gehört, durfte auch der Gesang nicht fehlen. Passend zur beginnenden Karnevalszeit wurde vom Vizedirigenten Markus Hundt der „Kölsche Stammbaum" angestimmt. Weitere Lieder folgten nach einzelnen Tagesordnungspunkten so unter anderem zum Gedächtnis der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Nach einer deutlichen Analyse zur musikalischen Entwicklung und zur finanziellen Situation des Vereins durch den Vorsitzenden, was zu einer äußerst lebhaften Diskussion der Teilnehmer führen sollte,

sorgten die folgenden Tagesordnungspunkte, Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung und der Jahresbericht vom 1. Schriftführer, Albert Rinscheid erneut für Aufmerksamkeit und Schmunzeln bei der Zuhörerschaft. Beide Berichte wurden ohne Einwand und ohne Gegenstimme akzeptiert ebenso wie der Kassenbericht von Ludger Leymann, dem der Sprecher der Kassenprüfer, Josua Monse eine tadellose Führung der finanziellen Geschäfte des MGV attestierte und somit die Entlastung des gesamten Vorstands vorschlug. Auch dies erfolgte einstimmig genau wie die folgenden Wahlen, wo durch den jeweils eintönigen Vorschlag Wiederwahl für den 2. Vorsitzenden (Peter Zeppenfeld), für den 1. Kassierer (Ludger Leymann), für den 2. Schriftführer Walter Marcus, für den Beisitzer Wolfgang Wickel und für den Kassenprüfer Günter Rinscheid alle in ihren Ämtern bestätigt wurden. Man merke: wenn sich in einem Verein jemand für ein Ehrenamt bereit erklärt hat, wird er es wohl bis an sein Lebensende ausfüllen müssen. Mit Blick auf das laufende Jahr wurden danach die Termine und die Vorhaben für 2016 überlegt und festgelegt. Neben der Teilnahme am Chorgruppenfest der Chorgemeinschaft Bigge in Ennest sowie der Mitgestaltung des Jubiläumskonzerts des MGV Langenei-Kickenbach sowie der Gestaltung des Volkstrauertags und des Gottesdienstes am Heiligen Abend im Dorf konnte noch Zustimmung unter anderem zur Durchführung eines Schlachtfestes, eines festlichen Konzerts in der Adventszeit sowie von Aktionen zur Mitgliederwerbung erreicht werden. Den gebührenden Abschluss der Jahreshauptversammlung bildete die Ehrung des einzigen „weißen Raben" Stefan Hundt, der bei keiner Probe fehlte, der Würdigung der Einsätze von Markus Hundt als Vizedirigent, von Dieter Fricker und Peter Zeppenfeld als kellertreppenerfahrene Notenwarte sowie der beiden Jubilare, Wolfgang Langemann, der für 25 Jahre als Mitglied im MGV mit einem kleinen Präsent belohnt wurde, und für der 1. Vorsitzenden, der bereits seit 50 Jahren aktiv singt.

Wer nun meint, das Kapitel Jahreshauptversammlung müsse nun geschlossen werden, der irrt: mit einem deftigen Essen, vom Vereinswirt Moses hervorragend gekocht und zusammengestellt, ging es weiter, um dann, dermaßen gestärkt, die Stunden bis zur Mitternacht mit einem bunten Strauß von uralten, alten und auch neuen Liedern stimmungsvoll zu gestalten.


Kammersänger Georg Zeppenfeld, einer von uns!

10.10.2015 Mit großer Freude und Stolz haben die Sänger des MGV Liederkranz Neu-Listernohl erfahren, dass unser ehemaliger "Jungsänger" Georg Zeppenfeld von der Kultusministerin des Freistaates Sachsen auf Grund seiner herausragenden künstlerischen Leistungen den Ehrentitel Kammersänger verliehen bekommen hat. Nachfolgend der Text der Pressemitteilung der Semperoper:

Georg Zeppenfeld erhält den Ehrentitel Kammersänger
Dresden, 10. Oktober 2015
. Im Anschluss an die Premiere »Der Wildschütz« in der Semperoper Dresden hat Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange den Ehrentitel Kammersänger an den Bass Georg Zeppenfeld verliehen. Georg Zeppenfeld gab in der Premiere am 10. Oktober sein Rollendebüt als Baculus. Die Ministerin für Wissenschaft und Kunst entscheidet auf Vorschlag des Intendanten der Sächsischen Staatsoper über die Verleihung dieses Ehrentitels. Voraussetzung dafür sind neben führenden künstlerischen Leistungen eine

kontinuierliche, regelmäßige und erfolgreiche Mitwirkung in den Inszenierungen der Semperoper Dresden. Der Ehrentitel wurde zuletzt am 30. Juni 2009 an den Kammersänger Matthias Henneberg verliehen. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt zur Überreichung der Urkunde: »Ich freue
mich, dass der Freistaat Sachsen mit der Verleihung des Ehrentitels Kammersänger die besonders hervorragenden künstlerischen Leistungen von Herrn Georg Zeppenfeld würdigt. Ganz gleich, ob Salzburg, Paris, New York oder hier in Dresden – der Bass Georg Zeppenfeld ist von den namhaften internationalen Opern- und Konzertbühnen nicht mehr wegzudenken. Sein geschmeidiger Bass verfügt über einen Farbenreichtum, mit dem er nur allzu gerne spielt. Für jede Gemütslage auf der Opernbühne greift Georg Zeppenfeld auf eine andere Farbe zurück — ohne dabei je den Pfad des Singens zu verlassen. Stets bleibt seine Stimme beim Wohlklang und folgt der Devise Wolfgang Amadeus Mozarts, auch in der Darstellung unangenehmer Charaktere selbst nicht unangenehm zu tönen. Georg Zeppenfelds Bass trägt scheinbar spielend über jedes Wagner- und Strauss-Orchester. Weder ist er besonders hoch oder tief noch besonders laut – es ist die Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten, die ihn zu etwas Besonderem macht.« Doch nicht nur musikalisch
setze Zeppenfeld sich mit der jeweiligen Partie auseinander, so die Ministerin weiter. »Er hinterfragt seine Partien auch inhaltlich. Damit ist er einer jener seltenen Künstler, die zusätzlich zu einem perfekten Handwerk die Fähigkeit zur Reflexion und Interpretation mitbringen, die ihre Kunst so besonders und berührend werden lässt. In Kombination mit einer herzlichen Menschlichkeit, Zuverlässigkeit und einem enormen Zukunftspotential entsteht so ein wahres Ausnahmetalent.«

Persönliches zu Georg Zeppenfeld
Der 1970 im westfälischen Attendorn geborene Bass Georg Zeppenfeld studierte zuerst Musik und Germanistik auf Lehramt, danach Operngesang an den Musikhochschulen Detmold und Köln. Nach ersten Bühnenjahren in Münster und Bonn wurde er 2001 für das Ensemble der Semperoper Dresden engagiert. Er war bis 2005 Ensemblemitglied und hat seit 2005 einen Residenzvertrag mit der Semperoper. Hintergrund für das Ausscheiden aus dem Ensemble waren die mit seiner Weltkarriere verbundenen vielen Anfragen anderer Häuser. Der Semperoper ist er weiterhin eng verbunden, dort tritt er weiterhin regelmäßig auf. So begeisterte er Zuschauer wie Fachwelt als Landgraf Hermann in »Tannhäuser«, als Daland in »Der fliegende Holländer«, als Filipo II. in »Don Carlo«, als Banco in »Macbeth« und als Kaspar in »Der Freischütz«. Seinen Lebensmittelpunkt hat er in Dresden. Wir bitten freundlich um Veröffentlichung.

Semperoper Dresden
susanne.springer@semperoper.de, T 0351 4911 251 (Leiterin Kommunikation und Marketing)
christine.diller@semperoper.de, T 0351 4911 336, F 0351 4911 698 (Pressereferentin)
semperoper.de


Herbstwanderung des MGV

04.10.2015 Wie von einigen Aktiven gewünscht, hatte sich der Vorstand des MGV Liederkranz kurzfristig auf eine Wanderroute geeinigt, die durch die nähere heimische Region führen sollte. Bei trockener, aber etwas kalter Witterung (ca. 8 Grad trafen sich morgens um 9.00 Uhr etliche Männer mit ihren Ehegattinnen auf dem Augustinusplatz, um zu Fuß den Weg nach Waldenburg zurückzulegen, wohin allerdings auch schon einige „Fußkranke" bereits mit dem Auto vorgefahren waren. An der Waldenburger Kapelle konnten alle mit vielen anderen Besuchern einen Gottesdienst in Plattdeutsch mitfeiern, wo vor allem die Predigt von Pastor Rüsche, einem gebürtigen Attendorner zu vielfachem Schmunzeln aufforderte. Nach einem stimmungsvollen Marsch des Dünscheder Musikzugs zum Abschluss der Messe teilte sich die Wandergruppe wiederum auf. Nach einem kurzen „Gelage", von Kassierer Ludger zelebriert, ging es dann los.Die meisten Männer und eine unentwegte Frau, dazu auch zwei Kinder, deren Rucksäckchen einige Flaschen Bier aushalten mussten, machten einen großen und hohen Bogen um die Kapelle in Waldenburg, um nach gut eineinhalb Stunden die SGV-Hütte zu erreichen, wo – reiner Zufall – gerade ein Oktoberfest gefeiert wurde. Bei strahlendem Sonnenschein und gefühlten 25 Grad enterte die Wandergruppe die frei gehaltenen Plätze, die von den übrigen Teilnehmern, die mit dem Auto schon vorher angelangt waren, in weiser Voraussicht reserviert wurden. Tja, dann ging´s mit Weißwurst, Haxen und Weizenbier an die Umsetzung des Oktoberfestgedankens, wobei natürlich auch Kaffee und Kuchen eine wichtige Rolle spielten. Es war nur schade, dass wegen der kleinen Besetzung des Chores keine Lieder gesungen werden konnten. Gegen die Blasmusik dort oben hätten wir allerdings auch keine Chance gehabt. So belebt und gestärkt konnten am späten Nachmittag der Heimweg bzw. die Heimfahrt angetreten werden - und - die Wanderung wird sicherlich bei den meisten in guter Erinnerung bleiben.



Menschenkicker beim Bayrischen Frühschoppen

13.09.2015 Dass der MGV Liederkranz Neu-Listernohl nicht nur hervorragend singen kann, sondern auch beim Fußball eine Meisterklasse für sich darstellt, konnte er am Nachmittag des Bayrischen Frühschoppens am 13. Sept. auf dem Augustinusplatz beweisen. Vom LWL und SCL beispielhaft organisiert, wurde ein Kickerturnier durchgeführt, das es in dieser Form im Dorf noch nicht gegeben hat. Klar, alle kennen den „Kickerapparat" in den Kneipen, doch so etwas wurde nicht präsentiert. 5 Spieler einer Mannschaft wurden jeweils an beweglichen Stangen in einer Art Hüpfburg (ohne Boden und Hüpfen) fixiert: 2 Stürmer, 2 Abwehrspieler und 1 Torwart mussten versuchen, den Gegner vom Tore schießen abzuhalten und selbst den Ball ins andere Tor zu befördern. Insgesamt hatten sich 5 Mannschaften aus dem Dorf für das Turnier gemeldet:"Blutgrätsche" Südhang, die LWL-Jugend „Ajax Dauerstramm", daneben der Schützenverein, die Prinzengarde und wie bereits gesagt der MGV. In drei überzeugenden Partien fegten unsere Jungens, (Steffen –Enkel vom Schelle im Tor; unser Ehrenvorsitzende Markus und Josua in der Abwehr und die Kerls mit den langen „Hespen" Daniel und Marius im Sturm) alle übrigen Mannschaften vom Platz, wobei sie sich gegenüber den Youngsters vom LWL, die nach eigenem Wortlaut schon vor dem Turnier Sieger waren, mit 2 : 1 recht schwer taten, den Gegnern in den übrigen Spielen aber keine echte Chance ließen. Nach dem Endspiel, das mit 4 : 1 gegen „Blutgrätsche" Südhang souverän gewonnen wurde, konnten drei Mannschaften von den Hauptorganisatoren Heuels Andreas und Rüschen Dieter geehrt werden. Den 3. Platz erreichten die Jugendfußballer des LWL, Zweiter wurde die Mannschaft des Südhangs und Erster unser MGV. Anstelle eines Pokals stiftete der Dorfverein 3 Kisten Bier für den Sieger, was bei den Sängern auch besser ankam, denn – was will man mit einem Pokal ohne Inhalt?
Dass das Bier nicht allzu alt wird, ist sicherlich anzunehmen

Geburtstags"kind" Mia Heuel wird 90

05.09.2015 Es ist Brauch im alten wie auch im neuen Dorf, dass der MGV Liederkranz bei Jubiläen, Goldenen Hochzeiten oder anlässlich runder Geburtstage im hohen Alter den Jubilaren ein Ständchen bringt; so auch bei Mia Heuel, deren verstorbener Gatte langjähriger und treuer Sangeskamerad im Liederkranz war und deren 9O.Geburtstag auf den Tag genau am 05. September im Cafe Moses gefeiert wurde. Viele Gäste hatten sich eingefunden, darunter Schwester Elisabeth, die Kinder Rita und Günter und deren Ehepartner, dazu 4 Enkel bereits im Erwachsenenalter und zwei kleine Urenkel; der Nachwuchs - alles Männer!!!
Allerdings kaum Hoffnung, dass einer von ihnen zum MGV stößt, da Günter bekanntlich in der Schule schon ungern gesungen hat und dieses Talent wohl zu 100 Prozent auch an den Nachwuchs vererbt hat. Davon unbeeindruckt begrüßte der Chor, bei dem etliche Sänger wegen Urlaub oder anderer wichtiger Termine fehlten, die Jubilarin mit dem „Kühlenden Morgen", passend zur regnerischen und fröstelnden Wetterlage draußen. Nach einer kurzen Ansprache des Vorsitzenden, in welcher noch einmal wichtige Stationen im Lebenslauf von Mia skizziert wurden, erklang zur Ehre der Gottesmutter, deren Namen das Geburtstagskind mit Stolz trägt, das „Sancta Maria". Abgerundet wurde das Ständchen durch die Lieder, die an das alte Listernohl erinnern halfen:
„Nach der Heimat kam ich wieder" und „Rauschen die Quellen", wobei Mia beim letzten Lied knochenhart mitsang und so den MGV noch unterstützen konnte. Nach dem Auftritt bedankte sich die Jubilarin ganz herzlich bei den Sängern und bei ihrem Dirigenten Michael Rinscheid, während Sohn Günter die Männer zur Theke geleitete, um mit ihnen gemeinsam ein oder zwei Glas Bier zu trinken. Dass er auch ein sog. „Sauerländer Flachgeschenk" überreichte, machte vor allem unseren Kassierer Ludger sehr fröhlich.

24.04.15 Unser Beitrag zum Chorgruppenfest in Heggen am 24.04.2015, unter anderem der "Kölsche Stammbaum" wurde vom Publikum mit sehr großem Applaus honoriert. Anm.: Als einer der wenigen Chöre traten wir nur mit unserer eigenen Mannschaft auf, also ohne uns mit anderen Sängern verstärken zu müssen.


Nachruf Reinhold Rüsche

26.04.15 Gemeinsam mit Ehefrau Lore und der gesamten Familie Rüsche trauern wir Männer vom Liederkranz um unseren Sangesbruder Reinold. Auch wenn er uns seit einigen Jahren wegen seiner schweren Erkrankung nicht mehr aktiv unterstützen konnte, obwohl er es gerne gewollt hätte, war er uns weiterhin stets verbunden und freute sich auf das Zusammensein mit uns in fröhlicher Runde. Bereits mit 16 Jahren, vom Vater Willi begleitet, trat er dem Verein bei und konnte noch vor 2 Jahren mit der Medaille des Deutschen Sängerbundes für 65 Jahre Sängertätigkeit und Vereinstreue ausgezeichnet werden. Allein siebenmal verhalf er dem Verein zum Meisterchor. Doch all diese Zahlen sagen nichts über den Menschen Reinold Rüsche aus. Eine wunderbare, melodiöse Stimme, dazu absolut text- und stimmsicher zeichnete ihn aus, dazu die Liebe zum deutschen Liedgut.
Und so werden wir ihn in Erinnerung behalten: manchmal knurrig, meist gut gelaunt, wenn es zum Singen ging oder wenn die Ohren beim Lachanfall Besuch von den Mundwinkeln bekamen. Aber, je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer wird der Abschied. Wir Männer vom MGV werden Reinold im ehrenden Gedanken festhalten und wünschen allen Trauernden, dass sich die Erinnerung an ihn in eine stille Freude über das Gewesene verwandelt.


80 Jahre und immer noch agil

21.03.2015
Putzmunter, mit heiterem Blick und formvollendet wie immer präsentierte sich unser Geburtstags"kind" Heinz-Erich anlässlich seines runden Geburtstags im Hotel Laarmann in Kirchveischede, wohin er die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder samt Gattinnen sowie einige Sangeskollegen aus dem 2. Bass eingeladen hatte, nachdem er den eigentlichen Ehrentag im Kreis seiner lieben Familienangehörigen bereits gefeiert hatte. Gegen 11.00 Uhr am Vormittag ließen sich dann auch die ersten Gratulanten sehen; um so überraschter war allerdings der Jubilar , dass nicht nur die Geladenen Einzug hielten, sondern auch ca. 70 Sänger aus „seinen" Vereinen aus Heggen, aus Langenei-Kickenbach und aus Neu-Listernohl. So war es für die Sänger der drei Vereine eine Selbstverständlichkeit, „ihrem" Heinz-Erich zu seinem Festtag ein Ständchen „der gehobenen Klasse" zu bringen, darunter auch das „Sancta Maria", da der Jubilar die Muttergottes besonders verehrte, wie Chorleiter Michael Rinscheid in seiner Laudatio zu berichten wusste. Daneben stellte er die besonderen Verdienste von Heinz-Erich für die drei Männerchöre dar, in welchen der Jubilar seit vielen Jahren aktiv mitwirke und unzählige Kilometer dabei zurückgelegt habe, um zur Probe und zu den Aufführungen zu gelangen. Mit großer Rührung hörte sich Heinz-Erich die Ansprache an, lud danach die Sänger zu einem (oder auch mehreren) Gläschen Helles ein und drückte den jeweiligen Kassierern auch einen Briefumschlag in die Hand, in welchem sicherlich nicht seine Kündigung enthalten war. Nach diesem gelungenen Auftakt ging es an das Festmenue, einem wunderbaren Arrangement des für die sehr gute Küche bekannten Hotels, bei dem die einzelnen Gänge von der Wirtin jeweils entsprechend kommentiert wurden. Über etliche Stunden wurde also gemütlich geschmaust, erzählt, gelacht und auch gesungen, so dass eine abgerundete und für Heinz-Erich wunderbare Feier in Erinnerung bleibt. Einziger Nachteil: nachdem die letzten Gäste gegangen waren, musste Heinz-Erich noch den weiten Nachhauseweg bis nach Nymbrecht antreten, selbstverständlich ohne Alkohol im Blut.

80. Geburtstag Heinz-Erich Bröseke
Jubilarehrung März 2015 in Attendorn
vlnr.: Manfred Stahl, Hubert Rinscheid, Albert Rinscheid, Stephan Hundt Karlheinz Kiese, Harald Stahl

Anerkennenswert: Sangesbruder Harald legt in 25 Jahren etwa 60.000 km zurück, um zur Probe zu kommen!

10.01.2015 Doch nun der Reihe nach. Wie gewohnt trafen sich zu Beginn des neuen Jahres die Sänger des Liederkranz Neu-Listernohl sowie auch etliche fördernde Mitglieder im Cafe Moses zur alljährlichen Jahreshauptversammlung. Mit einem kurzen Rückblick auf die Ereignisse des zurückliegenden Jahres, darunter das von allen Zuhörern hochgelobte  Konzert in der Vorweihnachtszeit gemeinsam mit den Sängern aus Langenei-Kickenbach und aus Heggen sowie dem überragenden Mädchenchor „Cancioneta Praga" eröffnete der Vorsitzende Karlheinz Kiese die Versammlung. Es folgten seine Ausführungen zum augenblicklichen Stand des Chores und dessen Zukunft sowie der Appell an alle, den Verein auch weiterhin mit vollem Einsatz zu unterstützen. Sodann wurde der Toten gedacht, die der Verein im vergangenen Jahr zu betrauern hatte.

Nach den üblichen Regularien wie Protokoll der vergangenen Jahreshauptversammlung, Geschäftsbericht vom laufenden Jahr, beide vom Schriftführer und Ehrenmitglied Albert Rinscheid humorvoll vorgetragen, und dem zufriedenstellenden und von den Kassenprüfern abgesegneten Kassenbericht von Kassierer Ludger Leymann ging es an die Wahlen, die – wie zu erwarten – nichts Neues ergaben. In ihren Ämtern wurden der 1. Vorsitzende (Kiese), der 1. Schriftführer (Rinscheid), der 2. Kassierer Karl Josef Steinhoff  sowie Beisitzer Daniel Kiese jeweils einstimmig bestätigt. Terminliche Absprachen für das laufende Jahr, darunter das Mitwirken des Chores am Galaabend zum fünfzigjährigen Bestehen des Ortes folgten. Ehrungen sind in jedem Jahr mit ein Höhepunkt einer Jahreshaupt-versammlung. Für 60 Jahre Sängertätigkeit wurde Manfred Stahl, der im Kreis und darüber hinaus sehr bekannte „schwarze" Bass vom Liederkranz sowie sein Bruder Harald für 25 Jahre  ausgezeichnet. Das besondere bei Harald: er wohnt in Hespert bei Eckenhagen und hat in den zurückliegenden 25 Jahren etwa 60.000 km zurückgelegt, um seinen Chor zu unterstützen, fürwahr ein teures, aber auch sinnvolles Hobby. Neben den Jubilaren konnten drei Sänger als sog. „Weiße Raben" geehrt werden, die bei keiner Probe fehlten, Stefan Hundt zum wiederholten Male, Albert Rinscheid sowie sein Bruder Hubert, der auch als Achtzigjähriger noch treu zum Chor steht, Dem zuletzt Genannten wurde wegen seines großen Einsatzes für den Liederkranz  auf Vorschlag des Vorstands auch die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Fazit: Eine harmonische Versammlung, die aber auch nicht mit deutlichen Worten sparte, konnte zu Ende gehen, nicht aber das Beisammensein aller Teilnehmer, die es sich danach bei deftigem Essen und kühlem Nass gut gehen ließen.



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